BASF: Energiekosten belasten – Konsensschätzungen unter Druck
Steigende Energiepreise könnten die europäische Chemiebranche zu Preiserhöhungen von 5 Prozent und mehr zwingen – in einem Umfeld mit Überkapazitäten und wachsendem Wettbewerbsdruck ein schwieriges Unterfangen. Den stärksten Kostengegenwind sieht JPMorgan neben BASF auch bei Arkema, Evonik, Lanxess und Wacker Chemie. Im konservativen Szenario, in dem die Energiepreise auf aktuellem Niveau verharren und Kostensteigerungen nur zur Hälfte weitergereicht werden, hält das Institut bei diesen Unternehmen einen Korrekturbedarf von 15 bis 25 Prozent an den Konsensschätzungen für die operativen Ergebnisse 2027 für möglich. JPMorgan bleibt bei „Underweight” für die Aktien von BASF.
UBS senkte das Kursziel leicht von 48 auf 47 Euro und bestätigte „Neutral”. 2026 werde erneut kein Jahr mit operativem Ergebniswachstum, die eigene Prognose liege 4 Prozent unter dem Marktkonsens.
Goldman Sachs reduzierte das Kursziel ebenfalls leicht von 62 auf 61 Euro, hält aber an der Kaufempfehlung für die Aktien von BASF fest. Die eigene EBITDA-Schätzung für 2026 von 6,9 Milliarden Euro liegt knapp unter dem oberen Ende der BASF-Zielspanne und damit über dem Konsens.
Die BASF Aktie notiert bei 46,51 Euro mit 2,42 Prozent im Plus.
