Beiersdorf-Ausblick enttäuscht – Deutsche Bank warnt vor Kursverlusten
Der Hamburger Konsumgüterkonzern Beiersdorf hat mit seinem Ausblick auf 2026 bei Analysten überwiegend Skepsis ausgelöst. Die Deutsche Bank hält an ihrem „Hold” für die Aktie des Hamburger Unternehmens mit Kursziel 105 Euro fest und stellte Anleger auf zweistellige Kursverluste ein – im aktuellen Umfeld erwarte der Markt von Konsumgüterwerten Ergebnisstabilität als Mindestvoraussetzung für eine Investition. RBC beließ die Einstufung bei „Sector Perform”, begleitet von einem Kursziel bei 100 Euro und kritisierte, dass trotz des guten Starts des hautverjüngenden Wirkstoffs Epicelline kaum Dynamik aus dem vierten Quartal ins neue Jahr übertrage. Die Aussichten für das erste Quartal 2026 seien sogar noch schwächer als der bereits enttäuschende Gesamtausblick.
Barclays hält trotz eines nach eigener Einschätzung wenig überzeugenden Investorentelefonats an „Overweight” mit Kursziel 112 Euro für den Anteilschein von Beiersdorf fest. Das schwache Marktumfeld im Bereich der Produkte für Körperpflege allein erkläre die Probleme nicht vollständig – Beiersdorf habe sich insbesondere in den Schwellenländern nicht ausreichend angepasst. Eine Neupositionierung der Kernmarke Nivea sei nötig, 2026 werde ein Übergangsjahr. Goldman Sachs bleibt einer Kaufempfehlung und Kursziel 123 Euro die optimistischste Stimme unter den vieren für die Beiersdorf Aktie, räumt aber ein, dass der Ergebniskonsens um bis zu 5 Prozent sinken könnte – neue Aktienrückkäufe könnten den enttäuschenden Ausblick nur teilweise abfedern.
Die Beiersdorf Aktie notiert bei 86,54 Euro mit 11,24 Prozent im Minus.
