BASF: So sehen Experten aktuell die Chemie-Aktie
BASF hat 2025 operativ schwächer abgeschlossen, überzeugt Analysten aber teilweise mit einer deutlichen Verbesserung beim Cashflow. Während der Umsatz ohne aufgegebene Geschäfte auf 14,03 Milliarden Euro zurückging und das bereinigte EBITDA im vierten Quartal auf 1,03 Milliarden Euro fiel, stieg der Free Cash Flow im Gesamtjahr auf 1,34 Milliarden Euro nach zuvor 0,75 Milliarden Euro.
mwb research sieht in der Kombination aus Kostendisziplin, geringeren Investitionen und strukturellen Maßnahmen eine Stabilisierung der Kapitalbasis. Gleichzeitig verweisen die Analysten auf anhaltenden Druck im europäischen Upstream-Geschäft durch Preiseffekte, Währungen und schwache Nachfrage. Das Kursziel für die BASF Aktie bleibt bei 52,00 Euro, das Rating wurde jedoch von „Buy” auf „Hold” gesenkt, da sich der Aktienkurs dem fairen Wert nähere.
Die DZ Bank erhöhte den fairen Wert des Chemie-Titels von 50 Euro auf 54 Euro und stufte das Papier von „Halten” auf eine Kaufempfehlung hoch. Nach Einschätzung des Instituts überwiegen strategische Maßnahmen die operativen Belastungen des Chemiekonzerns. Genannt werden die Vorbereitung eines möglichen Börsengangs der Agrarchemie-Sparte, der bis Ende des kommenden Jahres stattfinden könnte, Investitionen in den chinesischen Markt sowie erwartete Kompensationszahlungen des Bundes, die die Planbarkeit des Cashflows verbessern sollen.
Die Deutsche Bank bestätigte bei BASF dagegen ihr „Hold” für den DAX-Titel und lässt auch das Aktien-Kursziel von 45 Euro auf dem bisherigen Niveau. 2025 sei das Abschlussquartal des Konzerns aus Ludwigshafen schwach ausgefallen, zudem liege die Prognose für das operative Ergebnis des laufenden Jahres unter den Markterwartungen.
Die BASF Aktie notiert bei 47,37 Euro mit 2,43 Prozent im Minus.
