Delivery Hero: Aktie unter Druck - Zahlen enttäuschen
Die heute von Delivery Hero vorgelegten Zahlen kommen an der Börse nicht gut an und liegen teils unter den Erwartungen, die Aktie stürzt ab. Das Berliner Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2025 einen Free Cashflow von mehr als 200 Millionen Euro erwirtschaftet und ein bereinigtes EBITDA von über 900 Millionen Euro erzielt – „trotz erhöhter Wachstumsinvestitionen in MENA und Asien sowie negativer Wechselkurseffekte”, so Delivery Hero. Im vierten Quartal kletterte der Segmentumsatz auf Like-for-like-Basis um 21 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro, der Bruttowarenwert (GMV) legte um 8 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro zu. Die Bruttogewinnmarge erreichte mit 8,3 Prozent einen neuen Höchstwert.
Im Segment Integrated Verticals hat man 2025 erstmals ein ausgeglichenes bereinigtes EBITDA erzielt und im vierten Quartal ein GMV-Wachstum von 25 Prozent verzeichnet. Das Quick-Commerce-Geschäft insgesamt übertraf 2025 einen GMV von 7,5 Milliarden Euro – ein Anstieg von mehr als 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 2026 peilt das Unternehmen in diesem Bereich einen GMV von rund 10 Milliarden Euro an.
Regional lieferten MENA und Americas die stärksten Impulse: talabat erzielte im vierten Quartal ein GMV-Wachstum von 20 Prozent, das Amerika-Segment überschritt erstmals die Marke von durchschnittlich 1 Million Bestellungen pro Tag. In Asien kehrte Delivery Hero nach einer schwächeren Phase zu einem leichten GMV-Wachstum zurück, getragen von Marktanteilsgewinnen in Südkorea seit Mai 2025.
Ab dem Geschäftsjahr 2026 führt das Unternehmen ein neues Reporting-Framework ein, das interne Steuerungskennzahlen stärker mit IFRS-Kennzahlen verzahnt und nach eigenen Angaben für mehr Transparenz bei der Berichterstattung sorgen soll.
Die Delivery Hero Aktie notiert bei 19,00 Euro mit 7,9 Prozent im Minus.
