BASF-Ausblick 2026 unter Konsens: Experten-Reaktionen gespalten
Der Chemiekonzern BASF hat mit seinen endgültigen Jahreszahlen und dem Ausblick auf 2026 ein geteiltes Echo bei Analysten ausgelöst. Die Kursziele von vier Analystenhäusern klaffe zwischen 36 und 62 Euro erheblich auseinander – ein Spiegelbild der Unsicherheit über Timing und Ausmaß einer möglichen Erholung im europäischen Chemiesektor.
Der Mittelpunkt der EBITDA-Prognose für 2026 liegt nach Einschätzung von Jefferies rund 7 Prozent unter dem Marktkonsens – das Institut behält sein „Hold” mit einem Kursziel von 43 Euro für die Aktien des Chemiekonzerns aus Ludwigshafen bei. Die BASF Aktie notiert derweil am frühen Freitagnachmittag bei 48,50 Euro mit 2,32 Prozent im Minus.
Noch skeptischer zeigt sich JPMorgan: Die Bank sieht den BASF-Kurs (WKN: BASF11, ISIN: DE000BASF111, Chart, News) als vollständig von der schwierigen operativen Situation des DAX-Konzerns entkoppelt und hält am „Underweight” mit einem Kursziel von 36 Euro fest. Barclays teilt diese Zurückhaltung, bewertet das Q4-EBITDA als schwächer als erwartet und stuft die Aktie ebenfalls mit „Underweight” ein – Kursziel 40 Euro.
Analysten bei Goldman Sachs bleiben im Gegensatz dazu optimistischer und halten an ihrer Kaufempfehlung für die Aktien von BASF mit einem Kursziel von 62 Euro fest. Der Ausblick liege zwar leicht unter den zuletzt in Gesprächen genährten Erwartungen, der Abstand sei jedoch nicht gravierend, so das Institut.
