Smartbroker Holding will Zahl der Neukunden deutlich steigern
2025 erwirtschaftet die Smartbroker Holding einen Umsatz von 69 Millionen Euro. 2024 lag der Umsatz bei 52 Millionen Euro. Erwartet hatten die Berliner für 2025 einen Umsatz von 65 Millionen Euro bis 70 Millionen Euro.
Das EBITDA kommt auf 0 Euro. Hier ging man von -1,5 Millionen Euro bis +1,5 Millionen Euro aus. 2024 waren es 9 Millionen Euro. Allerdings hat die Gesellschaft im vergangenen Jahr die Neukundengewinnung inklusive entsprechender Ausgaben stark hochgefahren. Ohne die Berücksichtigung der Aufwendungen zur Neukundengewinnung ist das EBITDA deutlich positiv.
Beim Onlinebroker Smartbroker+ wollte man im vergangenen Jahr 80.000 neue Kunden gewinnen. Letztlich kommt man auf 77.350 Neukunden.
Aus Payment-for-Order-Flow-Verträgen wird Smartbroker künftig keine Zahlungen mehr erhalten. Hier spielen regulatorische Veränderungen, die seit langem bekannt sind, eine Rolle. An den Konditionen wird der Onlinebroker aber nichts ändern. Man hat Kosten reduziert, das fängt einen großen Teil der fehlenden Umsätze nach Angaben der Berliner auf.
2026 rechnet die Holding mit einem Umsatz von 66 Millionen Euro bis 72 Millionen Euro. Das EBITDA soll erneut zwischen -1,5 Millionen Euro und +1,5 Millionen Euro liegen. Zieht man die Kosten für die Neukundengewinnung ab, soll es steigen.
100.000 neue Kunden soll der Smartbroker+ 2026 begrüßen. Dafür will man 12,5 Millionen Euro (Vorjahr: 10 Millionen Euro) ausgeben. Im Januar und Februar hat man bisher 13.000 Neukunden (Vorjahr: 10.000) gewonnen. Um den Onlinebroker technologisch weiterzuentwickeln, sollen im laufenden Jahr 20 neue Mitarbeiter eingestellt werden. Man will sich verstärkt um die Bedürfnisse von aktiven Investoren und Tradern kümmern.
Dazu CEO Andre Kolbinger: „Besonders für aktive Anleger haben wir einen klaren USP: unsere sehr niedrigen Kosten kombiniert mit einer einfachen Handhabung und schnellen Orderaufgabe. Mit dem Ausbau unseres IT-Teams schaffen wir die Grundlage für eine noch höhere Innovationsgeschwindigkeit.“
Altersvorsorgedepot ist Thema
Falls es die gesetzlichen Rahmenbedingungen erlauben, will man ein Altersvorsorgedepot einführen. Dazu könnte es im Mai mehr Klarheit geben. Falls es entsprechende Gesetze gibt, kann sich daraus ein deutliches zusätzliches Wachstumspotenzial für die gesamte Branche ergeben. Daraus dürfte dann auch eine neue Prognose für die Holding resultieren.
Ab 2027 will der Smartbroker+ jährlich 130.000 Neukunden gewinnen. Bisher plante man mit 100.000 neuen Kunden. Bei dieser Aussage sind die Effekte eines möglichen Altersvorsorgedepots noch nicht berücksichtigt.
Im Portalgeschäft, das u.a. die Seite wallstreet-online umfasst, soll es 2026 einen Umsatz von rund 28 Millionen Euro und ein EBITDA von rund 6 Millionen Euro geben.
Die Aktien der Smartbroker Holding (WKN: A2GS60, ISIN: DE000A2GS609, Chart, News) geben 0,4 Prozent auf 12,40 Euro nach. In den vergangenen zwölf Monaten kommt die Aktie auf ein Plus von 22 Prozent.
Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: Smartbroker Holding AG.
