Hamborner REIT: Eine vernünftige Veränderung
Bei Hamborner REIT wird es eine deutliche strategische Veränderung geben. Künftig will man sich auf Einzelhandelsimmobilien im Bereich Nahversorgung und Baumärkte fokussieren. Geplant ist eine Positionierung am Markt als Retail-REIT. Man plant zudem, künftig auch Objekte zu erwerben, die weniger als 10 Millionen Euro kosten. Der Anteil an Büro-Immobilien, dem bisherigen Kerngeschäft von Hamborner, soll mittelfristig auf 10 Prozent bis 20 Prozent des Gesamtportfolios reduziert werden. Derzeit machen Büros 43 Prozent des Portfoliowertes aus.
Die neue Strategie klingt für die Analysten von mwb research vernünftig. Der Büromarkt wurde zuletzt schwieriger, bei den Nahversorgern kann man teils mehr verdienen, die Leerstandsquote ist oft geringer. Insgesamt ist dieser Bereich widerstandsfähiger.
Für 2026 rechnet Hamborner mit Mieteinnahmen von 87,5 Millionen Euro bis 89,5 Millionen Euro. Der FFO soll zwischen 38,0 Millionen Euro und 42,0 Millionen Euro liegen. Die Erwartungen an 2025 belaufen sich auf 89,5 Millionen Euro bis 90,5 Millionen Euro bzw. 44,0 Millionen Euro bis 46,0 Millionen Euro. Mögliche Zu- oder Verkäufe sind in der Prognose nicht berücksichtigt. 2026 dürfte bei Hamborner ein Übergangsjahr werden.
Die Veränderungen dürften sich zunächst eher negativ auf das Ergebnis auswirken, mittelfristig sollte sich die neue Strategie aber auszahlen. Die Analysten rechnen für 2026 mit einem FFO von 40,0 Millionen Euro (2025e: 47,1 Millionen Euro). 2027 soll der FFO auf 42,6 Millionen Euro ansteigen.
Wie bisher gibt es von den Analysten eine Kaufempfehlung für die Papiere von Hamborner. Das Kursziel sinkt von 11,00 Euro auf 10,50 Euro.
Die Aktien von Hamborner REIT (WKN: A3H233, ISIN: DE000A3H2333, Chart, News) verlieren 5,2 Prozent auf 4,405 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten hat die Aktie 29 Prozent abgeben.
