Novo Nordisk: Cagrisema sorgt für Abstufungen
Cagrisema ist nicht der erhoffte große Wurf bei Novo Nordisk. Das Abnehmmittel hat in einer Vergleichsstudie nicht gezeigt, dass es mindestens ebenso wirksam ist wie das der Konkurrenz. Studienteilnehmer haben im Gegenteil weniger Gewicht verloren als eine Vergleichsgruppe mit einem Wirkstoff von Eli Lilly.
An der Börse kommt dies nicht gut an. So stufen die Analysten der Deutschen Bank die Aktien von Novo Nordisk von „kaufen“ auf „halten“ ab. Das Kursziel sinkt von 400,00 DKK auf 275,00 DKK. Die Analysten zeigen sich enttäuscht von den Studienergebnissen und nehmen ebenso ihre weiteren Schätzungen zurück.
Auch von den Analysten von J.P. Morgan kommt eine Abstufung. Hier stand das Votum bisher auf „overweight“ bei einem Kursziel von 350,00 DKK. Inzwischen liegt das Rating auf „neutral“, das Kursziel wird mit 250,00 DKK angegeben.
Die Amerikaner reduzieren die Gewinnerwartungen bei Novo Nordisk bis 2030 um bis zu 17 Prozent. Damit liegt man unter den Markterwartungen.
Von den Experten der UBS gibt es hingegen weiter das Rating „neutral“ für die Aktien der Dänen. Das Kursziel von 332,00 DKK wird nicht verändert. Die Analysten sind von dem Studienergebnis überrascht. Im Modell ist das Abnehmmittel Cagrisema für 12 Prozent der Bewertung verantwortlich.
Die Aktien von Novo Nordisk (WKN: A1XA8R, ISIN: DK0060534915, Chart, News) verlieren 2,8 Prozent auf 32,80 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten hat das Papier 62 Prozent verloren. Blickt man eine Woche zurück, zeigt sich ein Minus von 21 Prozent. In Kopenhagen steht die Aktie bei 244,85 Prozent. Das ist ein Tagesminus von 2,6 Prozent.
