SFC Energy sieht sich „zurück auf einem nachhaltigen Wachstumspfad”
Der Energietechnik-Spezialist SFC Energy hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatz von 143,3 Millionen Euro abgeschlossen und blieb damit leicht unter dem im November präzisierten Prognosekorridor von 146,5 bis 161 Millionen Euro. Nach vorläufigen, noch nicht testierten Zahlen ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1 Prozent zurück, belastet durch Währungseffekte von rund 4 Millionen Euro sowie protektionistische Tendenzen im Zusammenhang mit der US-Zollpolitik. Das bereinigte EBITDA sank auf 16,7 Millionen Euro nach 22 Millionen Euro im Vorjahr, die bereinigte EBITDA-Marge fiel auf 11,6 Prozent nach 15,2 Prozent. Das bereinigte EBIT erreichte 8,9 Millionen Euro bei einer Marge von 6,2 Prozent, verglichen mit 15,6 Millionen Euro und 10,7 Prozent in 2024.
„Damit lagen sowohl das bereinigte EBITDA und das bereinigte EBIT merklich über dem oberen Ende des am 18. November 2025 präzisierten Zielkorridors”, so SFC Energy am Dienstag. Nach Angaben des Brunnthaler Unternehmens signalisiert das vierte Quartal 2025 zudem eine Rückkehr auf den Wachstumspfad. Belastend wirkten im Gesamtjahr neben schwächerer Nachfrage in Nordamerika insbesondere zeitliche Verschiebungen margenstarker Folge- und Neuaufträge im indischen Verteidigungsgeschäft. Zusätzlich belasteten gestiegene Verwaltungskosten, höhere IT- und Cybersicherheitsinvestitionen sowie die Einführung eines neuen ERP-Systems die Profitabilität.
Ergebnisse sollen 2026 steigen
Der Auftragseingang ging auf 118,5 Millionen Euro zurück nach 167,8 Millionen Euro im Vorjahr, der Auftragsbestand belief sich zum Jahresende auf 78,6 Millionen Euro nach 104,6 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Rund 50 Prozent des Umsatzes entfielen auf die Märkte Verteidigung, öffentliche und zivile Sicherheit. Nach Unternehmensangaben etablierte SFC erfolgreich neue Produkte wie die Power-Management-Plattform für tragbare Lasersysteme zur Drohnenabwehr sowie eine arktische Energieversorgungslösung im Verteidigungsbereich.
„Die steigende Nachfrage nach resilienter, emissionsarmer und leistungsfähiger Energieversorgung für Verteidigungs- und öffentliche Sicherheitsanwendungen bestätigt unseren strategischen Fokus. Vor dem Hintergrund dieses strukturellen Wandels und der stabilen Entwicklung unseres Industriegeschäfts sehen wir SFC klar zurück auf einem nachhaltigen Wachstumspfad - mit weiter verbesserter Profitabilität und attraktiven Perspektiven für 2026 und darüber hinaus”, so Peter Podesser, CEO der SFC Energy AG.
Für 2026 rechnet der Vorstand mit einem Umsatzwachstum von 5 bis 12 Prozent auf 150 bis 160 Millionen Euro, getrieben durch eine deutliche Steigerung des Anteils von Sicherheits- und Verteidigungskunden. Das bereinigte EBITDA soll überproportional auf 20 bis 24 Millionen Euro steigen, das bereinigte EBIT auf 11 bis 15 Millionen Euro. Die Margen sollen sich durch Umsatzwachstum in höherpreisigen Märkten sowie operative Effizienzsteigerungen verbessern. Wachstumsimpulse erwartet das Unternehmen vor allem aus Asien und Europa.
Die SFC Energy Aktie notiert bei 13,64 Euro mit 4,76 Prozent im Plus.
