Novo Nordisk enttäuscht mit Abnehmspritze CagriSema - Eli Lillys Präparat überlegen
Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk hat mit seinem Kombipräparat CagriSema das primäre Ziel der Phase-3-Studie REDEFINE 4 verfehlt. Das Medikament erreichte nach 84 Wochen zwar einen Gewichtsverlust von 23 Prozent, konnte jedoch nicht die angestrebte Nicht-Unterlegenheit gegenüber dem Konkurrenzprodukt Tirzepatid von Eli Lilly nachweisen. Tirzepatid erzielte in der direkt vergleichenden Studie einen Gewichtsverlust von 25,5 Prozent. An der offenen Studie nahmen 809 Menschen mit Adipositas und einem durchschnittlichen Körpergewicht von 114,2 Kilogramm teil.
CagriSema kombiniert den GLP-1-Rezeptoragonisten Semaglutid in einer Dosierung von 2,4 Milligramm mit dem Amylin-Analogon Cagrilintid ebenfalls in 2,4 Milligramm Dosierung. Beide Wirkstoffe werden einmal wöchentlich subkutan verabreicht. Das Sicherheitsprofil bezeichnete Novo Nordisk als gut verträglich, wobei die häufigsten Nebenwirkungen gastrointestinaler Natur waren und überwiegend mild bis moderat ausfielen.
Trotz des verfehlten Studienziels hält der Konzern an der Markteinführung fest. Eine Zulassung bei der US-Gesundheitsbehörde FDA wurde im Dezember 2025 auf Basis der REDEFINE-1- und REDEFINE-2-Studien beantragt, eine Entscheidung wird für Ende 2026 erwartet. Weitere Studien sollen das volle Gewichtsreduktionspotenzial ausloten. Die Phase-3-Studie REDEFINE 11 mit derselben Dosierung soll in der ersten Jahreshälfte 2027 Daten liefern, eine Phase-3-Studie mit höherer Dosierung ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.
Die Novo Nordisk Aktie notiert bei 34,34 Euro mit 14,81 Prozent im Minus.
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