HMS Bergbau übernimmt südafrikanische Kohlemine
Die HMS Bergbau AG hat über ihre Tochter HMS Bergbau Africa 75 Prozent der Anteile am südafrikanischen Bergbauunternehmen Hoshoza Resources Vryheid übernommen. Das südafrikanische Ministerium für Bodenschätze und Energie hat die Transaktion bereits genehmigt. Mit der Akquisition erweitert der Berliner Rohstoffhändler seine Wertschöpfungskette vertikal und sichert sich vollständige Abnahme- und Vermarktungsrechte für die Kohleproduktion.
Das übernommene Unternehmen verfügt über eine Abbaulizenz für metallurgische Kohle in der Provinz KwaZulu-Natal auf einer Fläche von über 18.600 Hektar. Die derzeit stillgelegte Mine soll im zweiten Quartal 2026 reaktiviert werden. Nach Unternehmensangaben sollen zunächst rund 200.000 Tonnen Kohle pro Jahr im Tagebau gefördert werden. Mittelfristig plant HMS zusätzlich den Untertagebau mit weiteren 450.000 Tonnen jährlich, sodass das Gesamtproduktionsvolumen auf bis zu 650.000 Tonnen steigen könnte.
Für die kommenden Monate ist der Bau einer Verarbeitungsanlage vor Ort geplant. Bereits ab 2026 rechnet HMS mit einem positiven Effekt auf das Konzern-EBITDA im einstelligen Millionen-Euro-Bereich. Zudem hat sich das Unternehmen Optionen für weitere Kohlevorkommen im Lizenzgebiet gesichert, falls deren Wirtschaftlichkeit bestätigt wird. Weitere finanzielle Einzelheiten zum Zukauf nennen die Berliner am Donnerstag nicht.
Die HMS Bergbau Aktie notiert bei 3,16 Euro mit 2,47 Prozent im Minus.
