HHLA steigert EBIT um 19,5 Prozent, aber streicht Dividende
Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat das Geschäftsjahr 2025 mit Zuwächsen bei Umsatz und operativem Ergebnis abgeschlossen, plant aber wegen steuerlicher Sonderbelastungen erstmals keine Dividende. Nach vorläufigen, noch nicht testierten Zahlen kletterte der Konzernumsatz des Hafenbetreibers aus Hamburg um 9,9 Prozent auf 1,76 Milliarden Euro, das EBIT stieg um 19,5 Prozent auf 161 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter brach jedoch auf 10 Millionen Euro ein, verglichen mit 33 Millionen Euro im Vorjahr. Ursache waren steuerliche Einmaleffekte, im Wesentlichen Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern.
Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, für die A-Aktie keine Dividende für 2025 auszuschütten. Die HHLA Aktie (WKN: A0S848, ISIN: DE000A0S8488, Chart, News) notiert bei 22,90 Euro mit 0,43 Prozent im Minus.
Im börsennotierten Teilkonzern Hafenlogistik fiel das Ergebnis je A-Aktie auf 0,02 Euro, nach 0,32 Euro im Vorjahr. Operativ entwickelte sich das Geschäft nach Unternehmensangaben stabil. Der konzernweite Containerumschlag wuchs um 5,4 Prozent auf 6,3 Millionen Standardcontainer, das Transportvolumen im Segment Intermodal legte um 10,9 Prozent auf knapp 2 Millionen TEU zu.
Im Teilkonzern Hafenlogistik stiegen die Umsatzerlöse um 10,1 Prozent auf 1,72 Milliarden Euro, das EBIT kletterte um 22,8 Prozent auf 145 Millionen Euro. Die positive Mengenentwicklung bei Umschlag und Transport hielt trotz weltwirtschaftlicher Unsicherheiten, Lieferkettenstörungen und laufender Automatisierungsmaßnahmen an den Hamburger Anlagen an. Im Teilkonzern Immobilien stagnierten die Umsatzerlöse bei 46 Millionen Euro, das EBIT sank um 4,4 Prozent auf 15 Millionen Euro. Hohe Einmalaufwendungen für nicht-operative Leistungen im dritten Quartal belasteten das Ergebnis.
„Im Geschäftsjahr 2025 konnte die HHLA sowohl im Umschlag an den Containerterminals als auch im Containertransport auf Schiene und Straße ein solides Wachstum erzielen - und das in einem äußerst herausfordernden Marktumfeld. Unser Ergebnis zeigt aber auch, wie wichtig es ist, weiterhin an der Optimierung unserer Prozesse zu arbeiten, um die Leistungsfähigkeit der HHLA gesamthaft zu stärken”, so Jeroen Eijsink, HHLA-Vorstandsvorsitzender, am Donnerstag.
Die testierten Geschäftszahlen will die HHLA am 26. März 2026 veröffentlichen.
