Gabler Group: Defence-Unternehmen plant IPO im Scale
Die Gabler Group kündigt ihren Börsengang an. Die Erstnotiz soll vermutlich im März im Segment Scale der Börse Frankfurt erfolgen. Dabei wird es eine Kapitalerhöhung geben, die bis zu 40 Millionen Euro an frischem Geld in die Kasse bringen soll. Wann die neuen Aktien gezeichnet werden können, steht noch nicht fest. Auch gibt es bisher keine Details zur Preisspanne beim IPO.
Gabler Group ist ein Entwickler und Hersteller von Unterwassertechnologien, dabei ist man vor allem im Verteidigungsbereich aktiv. Zum Portfolio gehören U-Boot-Ausfahrgerätesysteme. Die Produkte von Gabler finden sich bei mehr als 250 Kunden, 25 davon stammen aus dem Bereich Marinestreitkräfte. Bisher wurden rund 185 U-Boote mit Produkten von Gabler ausgerüstet.
Unterteilt ist das Geschäft in die Segmente Submarine Systems, Subsea Communications & Data und Subsea Power.
Mit dem frischen Geld will Gabler weiter wachsen. Dazu David Schirm, CEO von Gabler: „Der Börsengang wird es uns ermöglichen, das Wachstum, die Weiterentwicklung und den Ausbau unseres Geschäfts weiter zu beschleunigen – insbesondere in unseren am schnellsten wachsenden Geschäftsbereichen Subsea Communication & Data sowie Subsea Power, in Anwendungsbereichen der autonomen Unterwasserfahrzeuge und der Überwachung kritischer Infrastruktur.“
100 Millionen Euro sind das Ziel
Ende 2025 lag der Auftragsbestand bei 359 Millionen Euro, davon gelten 89,8 Millionen Euro als fester Auftragsbestand. Rund 75 Prozent des Umsatzes werden im Bereich Verteidigung erwirtschaftet. 2023 erwirtschaftete Gabler einen Umsatz von 26,7 Millionen Euro, 2024 waren es 33,4 Millionen Euro. Das EBIT verbesserte sich in diesem Zeitraum von 3,1 Millionen Euro auf 7,4 Millionen Euro. Mittelfristig will Gabler einen Umsatz von 100 Millionen Euro erreichen.
Die Gesellschaft sitzt in Lübeck. Weitere Standorte befinden sich in Kiel, Hamburg und Busan (Südkorea).
Bisher gehört Gabler zur Possehl-Gruppe. Der Alleinaktionär will sich beim Börsengang von Aktien trennen. Nach der Erstnotiz will man mindestens eine Minderheitsbeteiligung an Gabler halten.
Mit dem Geld aus dem Börsengang will Gabler sein Vertriebsnetz weiter global ausbauen. Auch soll das Produktportfolio diversifiziert werden. Ferner stehen kleinere Zukäufe zur Debatte.
Unterstützt wird der Börsengang von Cantor und Metzler.
