Mensch und Maschine: „Unser oberstes Ziel ist die Verdoppelung des EPS”
Mensch und Maschine Software hat im Geschäftsjahr 2025 nach vorläufigen Zahlen ein EBIT von 49,1 Millionen Euro erwirtschaftet, ein Plus von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das vierte Quartal zeigte mit einem EBIT-Anstieg von 42 Prozent eine deutliche Erholung nach den Systemumstellungen im Vorjahr. Bereinigt um nicht operative Kosten für die Konsolidierung der Mitarbeiterzahl von rund 2,4 Millionen Euro erreichte das operative EBIT 51,5 Millionen Euro, ein Anstieg um 11 Prozent. Der Nettogewinn des Software-Konzerns aus Wesseling bei München stieg 2025 um 5,5 Prozent auf 31,7 Millionen Euro beziehungsweise 1,90 Euro je Mensch und Maschine Aktie.
Der Umsatz sank um 27 Prozent auf 238,5 Millionen Euro, was Unternehmensangaben zufolge auf die Umstellung im Digitalisierungsgeschäft von Wiederverkauf auf Provisionsmodell zurückzuführen ist. Dadurch fiel der nicht wertschöpfende Umsatz aus dem Autodesk-Einkauf weg. Das betreute Marktvolumen inklusive direkt von Autodesk fakturierter Umsätze wuchs jedoch um 6 Prozent auf über 373 Millionen Euro. Der Rohertrag von Mensch und Maschine legte um 4,2 Prozent auf 181,8 Millionen Euro zu, die Rohmarge verbesserte sich auf 76 Prozent nach 53,6 Prozent im Vorjahr.
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung eine Dividende von 2,00 Euro je Mensch und Maschine Aktie vor nach 1,85 Euro im Vorjahr, was einer Erhöhung um 8 Prozent entspricht. Zuvor hatte das Unternehmen allerdings einen Wert zwischen 2,05 Euro und 2,15 Euro avisiert. Auch der Gewinnanstieg fiel schwächer als vom Unternehmen mit +9 bis +19 Prozent prognostiziert aus. Ganz überraschend ist dies nicht, Analysten hatten in den vergangenen Monaten bereits auf dieses Risiko hingewiesen.
„Unser oberstes Ziel ist die Verdoppelung des EPS auf >380 Cent in den fünf Jahren bis 2030. Das dafür benötigte mittlere Gewinnwachstum von +15% p.a. dürfte eine Schwankungsbreite von 11% bis 19% aufweisen. Wir bleiben auch bei der Dividenden-Vollausschüttung, die wir uns leisten können, weil die Softwareentwicklung (2025: >28 Mio.) größtenteils direkt in die Betriebskosten gebucht und nur zu einem geringen Teil aktiviert wird”, so das MuM-Management am Mittwoch zum Ausblick.
Hinweis auf Interessenskonflikt(e): Der / die Autor(in) oder andere Personen aus der 4investors-Redaktion halten unmittelbar Positionen in Finanzinstrumenten / Derivate auf Finanzinstrumente von Unternehmen, die in diesem Beitrag thematisiert werden und deren Kurse durch die Berichterstattung beeinflusst werden könnten: Mensch und Maschine Software SE.
