Amazon: Investitionsoffensive belastet kurzfristige Erwartungen
Nach den Quartalszahlen von Amazon richtet sich die Aufmerksamkeit auf die angekündigten Investitionen und deren Auswirkungen auf Ergebnis und Wachstum. Der Konzern plant Ausgaben von rund 200 Milliarden US-Dollar, insbesondere für Cloud-Infrastruktur und den Ausbau des Handelsgeschäfts. Gleichzeitig sorgt der Ausblick auf das erste Quartal für Zurückhaltung, da kurzfristig Belastungen durch den Investitionszyklus erwartet werden.
RBC bestätigt die Einstufung „Outperform“ für Amazons Aktien mit einem Kursziel von 300 US-Dollar. Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 werden als insgesamt solide eingeordnet, jedoch rücken die geplanten Investitionen in den Vordergrund. Das Volumen liegt über den bisherigen Erwartungen und wird zusammen mit dem schwächeren Ergebnisausblick für das erste Quartal als Belastungsfaktor für die kurzfristige Entwicklung gesehen.
Jefferies hält ebenfalls an der Kaufempfehlung für Amazon fest und nennt ein Kursziel von 300 US-Dollar. Das Haus verweist auf die Erwartung der Investoren, dass sich die hohen Ausgaben insbesondere im Cloud-Geschäft Amazon Web Services zeitnah in konkreten Ergebnissen niederschlagen. Nach der jüngsten Kursschwäche wird die Bewertung jedoch als günstiger eingeordnet, was die positive Einschätzung stützt.
Goldman Sachs senkt das Kursziel für Amazon von 300 auf 280 US-Dollar und bestätigt die Kaufempfehlung. Der Konzern wird klar in einer Phase erhöhter Investitionen gesehen, sowohl im Cloud-Segment als auch im Handelsbereich. Kurzfristig wird erwartet, dass die hohen Ausgaben die Wahrnehmung der Aktie belasten, da Investoren verstärkt auf sichtbare Renditen der Investitionen achten.
Die Amazon Aktie (WKN: 906866, ISIN: US0231351067, Chart, News) notiert bei 173,10 Euro mit 8,34 Prozent im Minus.
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