Bitcoin-Kursrutsch: Weniger ETF-Zuflüsse und Zins-Sorgen treffen auf Spekulanten - DZ BANK
Seit Jahresbeginn hat Bitcoin über 25 Prozent an Wert verloren. Von seinem Allzeithoch – rund 126.000 US-Dollar – ist die bedeutendste Kryptowährung der Welt derzeit weit entfernt. Laut Analyst Jonathan Osswald gibt es drei zentrale Gründe für den aktuellen Bärenmarkt. „Das Interesse von institutionellen Investoren hat jüngst deutlich nachgelassen. Innerhalb von zwei Wochen gab es Nettoabflüsse in Höhe von rund 2,8 Milliarden US-Dollar“, erklärt Osswald.
Der Analyst führt das auf ein insgesamt unruhiges makroökonomisches Umfeld zurück. „Risikoreichere Asset-Klassen leiden darunter besonders stark.“ Ein weiterer Grund für den Bitcoin-Kursverlust ist der künftige Weg der US-Notenbank. „Dieser könnte durch die Nominierung von Kevin Warsh als neuer Fed-Vorsitzender restriktiver sein als von vielen Marktteilnehmern erwartet“, sagt der Analyst. Ein erhöhtes Zinsniveau macht Kryptowährungen weniger attraktiv. Außerdem haben Spekulanten zur aktuellen Misere von Bitcoin beigetragen. „Viele Investoren haben durch geliehenes Geld auf die Kryptowährung gesetzt. Werden kritische Preisniveaus unterschritten, führt das zu automatischen Verkaufsorders. Das drückt den Kurs weiter nach unten“, sagt Osswald.
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