Siemens Energy: Positive Branchenstimmung trifft auf Zollrisiken
Zur Aktie von Siemens Energy AG liegen neue Analystenstudien vor. Die Einschätzungen basieren auf unterschiedlichen Annahmen zur Entwicklung der Nachfrage, zur Investorenstimmung und zu politischen Rahmenbedingungen. Während eine Studie den Fokus auf strukturelle Trends im Bereich Erneuerbare Energien legt, rücken in einer anderen potenzielle Belastungen durch handelspolitische Maßnahmen in den Vordergrund.
JPMorgan ab bleibt bei der Einstufung für Siemens Energy auf „Overweight“ bei einem Kursziel von 160 Euro. In der Sektorstudie wird auf eine spürbar verbesserte Investorenstimmung im Bereich Erneuerbare Energien in den vergangenen Monaten verwiesen. Bevorzugt werden Unternehmen mit starkem Bezug zur Industrie in den USA, breit diversifizierten Kundenmärkten und soliden Bilanzen. Siemens Energy zählt in diesem Umfeld zu den favorisierten europäischen Ausrüstern der Aktienanalysten.
Deutlich vorsichtiger bleibt UBS und bestätigt die Verkaufsempfehlung für die Aktien von Siemens Energy. In einer Branchenanalyse werden die Risiken neuer Zolldrohungen der US-Regierung für die europäische Investitionsgüterindustrie thematisiert. Zwar wird davon ausgegangen, dass angekündigte Zölle von 10 oder 25 Prozent grundsätzlich durch Preisanpassungen weitergegeben werden könnten, zugleich wird jedoch auf das Risiko einer Eskalation der handelspolitischen Auseinandersetzungen hingewiesen.
Die Siemens Energy Aktie (WKN: ENER6Y, ISIN: DE000ENER6Y0, Chart, News) notiert bei 134,35 Euro mit 1,02 Prozent im Minus.
