Lanxess: Skepsis zu Envalior und Branchenumfeld bleibt dominant
Zur Aktie von Lanxess AG liegen drei neue Analysteneinschätzungen vor, die überwiegend auf strukturelle Belastungen im Chemiesektor verweisen. Die Bewertungen bewegen sich weiterhin im negativen Bereich. Thematisiert werden sowohl unternehmensspezifische Aspekte als auch das anhaltend schwierige Branchenumfeld. Anpassungen der Einstufungen wurden nur selektiv bei einem Kursziel vorgenommen.
Die UBS bestätigt ihre Verkaufsempfehlung für den MDAX-Titel und nennt weiterhin 14 Euro. In der Analyse wird auf die Skepsis von Anlegern gegenüber dem Einstieg von Lanxess bei Envalior verwiesen. Unklar sei, ob sich dieser Anteil im laufenden Jahr auszahlen werde. Zudem wird die vergleichsweise hohe Verschuldung von Envalior als Belastungsfaktor hervorgehoben.
Auch Barclays sieht kein Potenzial und senkt das Kursziel für die aktien des Kölner Lanxess-Konzerns von 15 auf 14 Euro bei einem bestätigten „Underweight“. Der Ausblick verweist auf den anhaltenden Abwärtstrend im europäischen Chemiesektor. Schwache Absatzvolumina, eine wenig dynamische Preisentwicklung sowie schwierige Endmärkte prägen aus Sicht des Hauses weiterhin das Umfeld. Entsprechend werden andere Chemiewerte mit stärkerem Potenzial und besserer Position bevorzugt.
Wenige Akzente sieht JPMorgan für die Lanxess Aktie und bestätigt die Einstufung „Underweight“. Verwiesen wird auf das Überangebot in China und die zunehmende Konkurrenz aus dem Land als strukturelle Belastungsfaktoren für die Branche. Politische Maßnahmen zur Eindämmung von Überkapazitäten werden als potenziell relevant, in ihrer Wirkung jedoch weiterhin als schwer einschätzbar beschrieben.
Die Lanxess Aktie (WKN: 547040, ISIN: DE0005470405, Chart, News) notiert bei 16,81 Euro mit 8,64 Prozent im Minus.
