Volkswagen Vz.: Höheres Kursziel bei Berenberg, Zollrisiken im Blick
Zur Vorzugsaktie von Volkswagen AG liegen neue Analysteneinschätzungen aus dem Automobilsektor vor, die unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Während Berenberg den Blick auf Ergebnisentwicklung und Produktfortschritte richtet und das Kursziel anhebt, thematisiert Barclays vor allem geopolitische Risiken durch mögliche US-Zölle. Beide Häuser halten an ihren positiven Einstufungen fest. Die Einschätzungen beziehen sich insbesondere auf den Ausblick für 2026 und die regionale Nachfragesituation.
Auf Basis seiner Branchenanalyse erhöht Berenberg das Kursziel für Volkswagen von 113 auf 118 Euro und bestätigt die Kaufempfehlung für den DAX-notierten Autotitel. Für 2026 werden steigende Ergebnisse bei den europäischen Automobil-Unternehmen erwartet, zugleich werden von den Analysten jedoch die potenziellen Risiken auf dem chinesischen Markt hervorgehoben. Diese dürften eine Neubewertung zunächst bremsen, auch wenn das Momentum zunimmt. Vor allem im chinesischen Premiumsegment sei der Markt weiter schwierig. Dagegen sei im Einstiegsbereich laut Berenberg Spielraum vorhanden für rationalere Preise, wodurch Volkswagen weniger stark unter Druck stehe. Zudem erwarten die Analysten Fortschritte in der Kernmarke des Wolfsburger Konzerns.
Mit Blick auf die politische Entwicklung in den USA belässt Barclays die Einstufung für die Vorzugsaktien von Volkswagen bei „Overweight“. Anlass sind die aktuellen Zolldrohungen des US-Präsidenten, die Risiken seien damit greifbarer und kommen früher als bislang angenommen. Zwar werden mögliche Vereinbarungen oder auch Verzögerungen oder Ausnahmen nicht ausgeschlossen, die aktuelle Rhetorik wird jedoch als abschreckend beschrieben. In diesem Szenario zählen laut Analysten die deutschen Autobauer wie unter anderem Volkswagen zu den am stärksten betroffenen Herstellern.
Die VW vz. Aktie (WKN: 766403, ISIN: DE0007664039, Chart, News) notiert bei 99,00 Euro mit 2,22 Prozent im Minus.
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