Inflation bleibt erhöht und Arbeitsmarktdaten enttäuschen - DZ Bank
Die US-Inflation legt im September mit 2,4 Prozent zwar nicht mehr ganz so stark wie im Vormonat zu – im Konsens hatten die Analysten aber eine deutlichere Abkühlung erwartet. Die Kernrate verzeichnete sogar einen leichten Zuwachs.
Die logische Konsequenz wären eigentlich ein moderater Anstieg der US-Renditen sowie leicht nachgebende Aktienkurse gewesen, da die Leitzinsspekulationen für den weiteren Jahresverlauf hierdurch einen minimalen Dämpfer erhalten. Tatsächlich gaben neben der Börse aber auch die Anleiherenditen nach. Das dürfte mit den zeitgleich veröffentlichten Daten zum US-Arbeitsmarkt zu tun haben. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für Anfang Oktober erreichte den höchsten Stand seit Mitte 2023 und liegt damit deutlich oberhalb der Erwartungen.
Zwar ist der Anstieg vorrangig auf die Auswirkungen der Hurricane-Saison zurückzuführen. Die Zahl genügt jedoch, um die vor wenigen Wochen noch dominierenden US-Rezessionssorgen zu wecken. Mit nachhaltigen Effekten auf den Arbeitsmarkt rechnen wir jedoch nicht. Die US-Wirtschaft steuert unseres Erachtens auf eine weiche Landung zu.
Gegenwind droht den Aktienmärkten aus dieser Richtung also nicht. Der von der globalen und damit auch US-Wirtschaft stark beeinflusste Dax sollte zum Jahresende 19.500 Zähler erreichen.
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