Porsche: Probleme bei den Lieferketten – Attraktive Bewertung
Porsche setzt im zweiten Quartal 81.339 Autos ab, das ist ein Minus von 5,5 Prozent. Der Umsatz steigt um 1,1 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro an. Das EBIT liegt bei 1,78 Milliarden Euro, der Markt rechnete mit 1,64 Milliarden Euro. Auch die Marge von 17,0 Prozent schlägt die Markterwartungen (16,0 Prozent).
Da es bei mehreren Lieferanten Lieferengpässe gibt, muss Porsche die Jahresprognose nach unten verändern. So soll es 2024 einen Umsatz von 39 Milliarden Euro bis 40 Milliarden Euro (alt: 40 Milliarden Euro bis 42 Milliarden Euro) geben. Die EBIT-Marge wird bei 14 Prozent bis 15 Prozent (alt: 15 Prozent bis 17 Prozent) gesehen. 2025 soll die Marge auf 17 Prozent bis 19 Prozent zulegen.
Die Analysten der DZ Bank bestätigen die Kaufempfehlung für die Aktien von Porsche. Das Kursziel sinkt jedoch von 104,00 Euro auf 85,00 Euro.
Bei Porsche ist es aufgrund der besonderen Anforderungen schwierig, auf andere Lieferanten auszuweichen. Man will aber künftig die Lieferketten besser überwachen.
Die Experten rechnen 2024 mit einem Gewinn je Aktie von 4,42 Euro (alt: 5,30 Euro). 2025 soll das Plus bei 5,51 Euro (alt: 6,20 Euro) liegen.
Operativ wird die Entwicklung bei Porsche in diesem Jahr auch durch die Aktualisierung von vier der sechs Baureihen belastet. Im kommenden Jahr sollte man dann von den verjüngten Baureihen profitieren können.
Die aktuelle Bewertung der Aktie ist aus Sicht der Analysten attraktiv.
Die Aktien von Porsche (WKN: PAG111, ISIN: DE000PAG9113, Chart, News) notieren fast unverändert bei 69,04 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten gibt die Aktie rund 38 Prozent nach.
