Schlote muss Extra-Zinsen zahlen
Der Konzernabschluss 2023 von Schlote wird nicht fristgerecht fertig werden. Eigentlich sollte die Veröffentlichung bis zum 30. Juni erfolgen. Diesen Termin wird Schlote nicht halten. Das Testat des Wirtschaftsprüfers ist noch nicht fertig. Schlote begründet dies mit einer hohen Arbeitsbelastung aufgrund der geplanten Sanierung der Gesellschaft. Das Unternehmen hat die Bedingungen einer eigentlich bis 2024 laufenden Anleihe jüngst angepasst. Darüber mussten Gläubiger in zwei Runden abstimmen. Das hat die Kapazitäten des Managements offenbar gebunden.
Diese Verzögerung hat Konsequenzen. Die Zinsen für die Anleihe von Schlote werden laut den Bedingungen ansteigen. Dies gilt für die Zinsperiode von November 2024 bis Mai 2025. Für diesen Zeitraum werden 7,75 Prozent Zinsen an die Investoren ausgezahlt. Normal liegt der Zinssatz der Anleihe bei 6,75 Prozent.
Das Papier hat ursprünglich ein Volumen von 25 Millionen Euro. Im Mai haben die Gläubiger der Anleihe den Nennbetrag um 50 Prozent auf 12,5 Millionen Euro herabgesetzt. Die Anleihe wurde zudem bis November 2029 verlängert. Jährlich gibt es eine Teilrückzahlung von 500.000 Euro. Die im Mai 2024 fälligen Zinsen wurden bis zur Rückzahlung gestundet.
Wann Schlote den Jahresbericht 2023 publizieren wird, ist unklar. Man hat kein neues Datum genannt.
