ABO Wind: Neues zum KGaA-Streit
ABO Wind treibt trotz massiver Kritik an dem geplanten Wechsel der Rechtsform die Wandlung in eine KGaA voran, die das Machtgefüge im Unternehmen massiv zu Lasten der freien Aktionäre und zugunsten der Familien der Gründer verschieben würde. Man prüfe nun „die gesetzlichen Möglichkeiten zur beschleunigten Umsetzung des Formwechsels”, meldet ABO Wind am Dienstag, nachdem zuvor eine Anfechtungsklage gegen sämtliche auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 27. Oktober 2023 gefassten Beschlüsse eingegangen war. 4investors.de als bevorzugte Quelle bei Google festlegen Damit sehen Sie unsere Börsen- und Aktiennews häufiger in Ihren Google-Suchergebnissen.
„Zu den Möglichkeiten der Gesellschaft zählt das sogenannte Freigabeverfahren. Damit könnten im Falle einer entsprechenden Entscheidung des Gerichts die Umsetzung des Rechtsformwechsels und die damit einhergehende Umfirmierung binnen weniger Monate umgesetzt werden”, so das Erneuerbare-Energien-Unternehmen.
Der geplante Rechtsformwechsel zur KGaA, eine Rechtsform, die bei Anlegern allgemein nur auf wenig Gegenliebe trifft, ist einer der wesentlichen Punkte für den schlechten Kursverlauf der ABO Wind Aktie (WKN: 576002, ISIN: DE0005760029, Chart, News) in den letzten Monaten. Schon nach Ankündigung der Pläne war der Aktienkurs eingebrochen, lag Anfang Juni da aber noch bei 60 Euro. Mittlerweile ist der Kurs deutlich tiefer angekommen. Am 6. Dezember wurde bei 39,40 Euro ein neues Baissetief erreicht, aktuell werden 41,30 Euro im XETRA-Handel notiert. Aktien wie Encavis oder clearvise haben sich im gleichen Zeitraum zwar auch rückläufig entwickelt, aber deutlich weniger an Wert verloren.
Angesichts der Entwicklung scheint zudem eine Kapitalerhöhung kein Thema mehr zu sein. Man habe „entschieden, im Rahmen der Prüfung verschiedener Finanzierungsmöglichkeiten Überlegungen zu Kapitalerhöhungen bis auf Weiteres zurückzustellen”, so ABO Wind, und prüfe „zunächst alternative Möglichkeiten der Finanzierung”.


