IVG-Aktie: Angemessene Reaktion der Börse
Deutliche Kursverluste bei der IVG-Aktie: Nachdem am Wochenende Eckdaten eines Rettungskonzeptes für das hoch verschuldete Immobilienunternehmen bekannt wurden, verliert der Anteilsschein des Bonner Konzerns am Vormittag deutlich an Boden. Damit dreht eine vorbörslich noch zu sehende Aufwärtstendenz des Papiers im heutigen Handel völlig. Nach Kursen um 0,23 Euro zum Auftakt, vorbörslich reichten die Indikationen für das Papier sogar bis 0,25 Euro, liegt der IVG-Aktienkurs kurz vor der Mittagsglocke bei Kursen um 0,16 Euro rund ein Viertel tiefer als noch zum Schlusskurs am Freitag.
Angesichts der Konditionen der Rettungsplanungen für den Konzern dürfte die Reaktion der Börse angemessen sein. De facto werden die jetzigen Aktionäre mit einem Kapitalschnitt im Verhältnis 200 zu 1 aus dem Unternehmen gedrängt. Nur durch Bezugsrecht bei einer anschließenden Kapitalerhöhung könnten sie auf 3 Prozent (!) aufstocken. Im Klartext: Heutige Anteilsscheine spielen bei der zukünftigen IVG keine Rolle mehr. Das Unternehmen geht an die Gläubiger, unter anderem Hedgefonds, die die Verbindlichkeiten des Immobilienkonzerns aufgekauft haben.
