Commerzbank: Ist das Schlimmste vorbei?
Nach dem für viele überraschend starken ersten Tag der Kapitalerhöhung hat die Commerzbank-Aktie im Handel am Donnerstag wieder spürbar an Terrain verloren. Der Schlusskurs liegt mit knapp 7,51 Euro zwar spürbar über dem Tagestief, notiert bei 7,32 Euro, allerdings immer noch mehr als 3,6 Prozent unter dem Schlusskurs vom Vortag. Vorbörslich kann sich die Commerzbank-Aktie am frühen Freitagmorgen nicht erholen, die Indikationen zeigen wenige Cent Verlust im Vergleich zum gestrigen Ende des XETRA-Handels bei der Aktie.
Aus charttechnischer Sicht hat sich gegenüber unserer Einschätzung vom Donnerstag nichts geändert. Es bleibt abzuwarten, ob ein Raum zwischen 6,96 Euro und 7,35 Euro sich zu einer Unterstützung entwickeln kann. Im gestrigen Handel konnte der DAX-notierte Anteilsschein der Bank am oberen Ende dieser Zone klar Halt finden. Nach oben hin können vor allem die Zonen 8,75/9,45 Euro bzw. das alte Tief vor Bezugsrechtsabschlag bei 9,31/9,70 Euro als mögliche Widerstandszonen gehandelt werden.
Unverändert gilt, dass sich das Papier nach den zahlreichen Neuigkeiten der vergangenen Tage und dem hohen Bezugsrechtsabschlag erst einmal neu sortieren muss, bevor wieder von der charttechnischen Seite verlässlichere Signale generiert werden. Entsprechend vorsichtig sollten Trader zurzeit vorgehen. Nach dem turbulenten Auftakt der Kapitalerhöhung und der Platzierung von Aktien aus dem SoFFin-Bestand dürfte es nun etwas ruhiger werden, wenngleich von der Kapitalerhöhung weiter Belastungen für die Commerzbank-Aktie ausgehen werden.

