Steinhoff International: Frankfurt ist IPO-Kandidat
Der südafrikanische Möbelhersteller Steinhoff International überlegt, seine europäische Tochter an die Börse zu bringen. Ein Börsengang könnte nach Berichten südafrikanischer Medien in Frankfurt, Paris oder London erfolgen. Das Platzierungsvolumen wird bei rund 1,5 Milliarden Euro gesehen. Allerdings gibt es noch keinen genauen Zeitplan für den angedachten Börsengang. Dieser soll frühestens in zwölf bis 18 Monaten erfolgen.
Die Gesellschaft ist der größte Möbelhersteller in Afrika. Seit dem Kauf von Conforama gehört Steinhoff auch in Europa zu den Branchengrößen. Man plant, vor allem in Osteuropa und in Lateinamerika weiter zu expandieren. Dafür will die profitable Gesellschaft das frische Geld einsetzen. Außerdem sollen Schulden beglichen werden, die aus dem Conforama-Erwerb resultieren. Conforama wurde 2011 für 1,21 Milliarden Euro von PPR erworben.
Steinhoff wurde 1964 in Deutschland gegründet. Seit 1998 ist der Möbelhersteller an der Börse von Johannesburg (Südafrika) gelistet. Weltweit arbeiten etwa 55.000 Mitarbeiter für Steinhoff. 2011 machte Steinhoff einen Umsatz von 43,04 Milliarden Rand, der Gewinn betrug rund 5,34 Milliarden Rand. Das KGVe liegt bei 10,6.

