Commerzbank: Was kann hier noch schief gehen?
Gestern hat die Commerzbank bekannt gegeben, wie sie eine milliardenschwere Kernkapitallücke schließen will. Dass man auf Kapitalmaßnahmen weitgehend verzichten will und keine staatliche Hilfe benötigt, hat den Commerzbank-Aktienkurs in die Höhe schießen lassen. Das Papier ist mit 1,62 Euro quasi auf Tageshoch aus dem Handel gegangen, ein Plus von 14,81 Prozent wird verzeichnet.
Charttechnisch war der gestrige Tag enorm wichtig, denn die Commerzbank hat den Hindernisbereich bei 1,45/1,54 Euro überwinden können. Dies bedeutet ein massives Kaufsignal mit übergeordneter Bedeutung. Die überwundene Zone wird zur Unterstützung, die im Rahmen eines Pullbacks ins Visier rutschen könnte. Bleibt der Break intakt, kann die Commerzbank sich in Richtung der 2-Euro-Marke orientieren. Hier liegt bei 2,06/2,12 Euro eine charttechnisch sehr wichtige Hürde. Kann die Aktie auch diese Zone überwinden, wäre die Trendwende nach oben wohl beschlossene Sache. Bei 1,62 Euro und um 1,71/1,79 Euro befinden sich kleinere Hindernisse auf dem Weg nach oben.
Kurzfristig könnte noch das wieder steigende obere Ende des Bollinger-Bandes den Aufwärtsdrang der Bullen bremsen, denn der Kurs liegt deutlich über dem bei 1,53 Euro endenden Band – das kann Gewinnmitnahmen provozieren. Rutsche die Commerzbank allerdings unter 1,45/1,54 Euro, so müsste der gestrige Break als Bullenfalle bewertet werden. In diesem Fall könnte sogar 1,13/1,21 Euro wieder in den Fokus rücken.
Zum Chart der Aktie von Commerzbank: hier klicken.

