RWE und E.On im Fokus der Atom-Entscheidung
In der Nacht zum Montag hat die Bundesregierung eine Laufzeitverlängerung für die einheimischen Atomkraftwerke beschlossen. Ältere Anlagen sollen 8 Jahre länger als bisher genehmigt laufen dürfen, Anlagen, die nach 1980 gebaut wurden, sogar um 14 Jahre. In Deutschland wird damit voraussichtlich bis ins Jahr 2040 Strom in Atomkraftwerken produziert werden – 15 Jahre länger als bisher geplant. Im Gegenzug soll von den Stromkonzernen in den kommenden Jahren eine Summe von 15 Milliarden Euro zum Ausbau regenerativer Energiequellen fließen. Diese Summe nennt Bundes-Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP). Das Geld soll zusätzlich zu Brennelementesteuer fließen.
In trockenen Tüchern ist das Gesetz aber noch nicht: Da Verfassungsklagen bereits angekündigt wurden, dürfte eine Entscheidung durch das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe fallen. Abzuwarten bleibt, inwieweit nach den Diskussionen der vergangenen Wochen die Aktienkurse vor allem von RWE und E.On, aber auch EnBW die Atom-Entscheidung der Bundesregierung bereits eingepreist haben.

