Knorr-Bremse: Völlig unterschiedliche Einschätzungen
Im vierten Quartal geht der Umsatz bei Knorr-Bremse um 0,4 Prozent auf 1,98 Milliarden Euro zurück. Das EBIT von 253 Millionen Euro entspricht einer Marge von 12,8 Prozent. Im Vorjahr lag diese bei 10,9 Prozent. Daraus resultiert für das Gesamtjahr ein Umsatz von 7,8 Milliarden Euro und ein EBIT von 903 Millionen Euro (Marge: 11,6 Prozent). Beim Auftragseingang geht es um 3 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro nach oben. Der Auftragsbestand verbessert sich um 2,5 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro.
Im laufenden Jahr will der Konzern den Umsatz auf 8,0 Milliarden Euro bis 8,3 Milliarden Euro steigern. Die Marge wird bei rund 14 Prozent gesehen. Der freie Cashflow soll zwischen 750 Millionen Euro und 850 Millionen Euro liegen.
Die Analysten der Deutschen Bank sprechen von soliden Zahlen. Bei der Prognose sehen sie Luft nach oben, hier könnte es künftig noch eine Überraschung geben. Langfristig könnte Knorr-Bremse eine Marge von 18 Prozent bis 19 Prozent anstreben.
Die Experten bestätigen die Kaufempfehlung für die Aktien von Knorr-Bremse. Das Kursziel wird von 108,00 Euro auf 115,00 Euro angehoben.
Ganz anders bewertet wird die Aktie von den Analysten von mwb research. Diese erneuern die Verkaufsempfehlung für die Aktien von Knorr-Bremse. Sie sehen das Kursziel für den Titel bei 86,00 Euro.
Erwartet wird von ihnen 2026 ein Umsatz von 8,3 Milliarden Euro, die Marge wird bei 12,9 Prozent gesehen. Die jüngsten Entwicklungen sind aus ihrer Sicht im Kurs eingepreist. Das Chancen-Risiko-Profil ist für sie aktuell nicht mehr ausbalanciert.
Die Aktien von Knorr-Bremse (WKN: KBX100, ISIN: DE000KBX1006, Chart, News) gewinnen 2,9 Prozent auf 114,20 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten schafft die Aktie ein Plus von 40 Prozent.
