PWO übertrifft Umsatzprognose, Standort Oberkirch belastet
Der Automobilzulieferer PWO hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatz von 526 Millionen Euro abgeschlossen und damit die im Jahresverlauf nach unten angepasste Prognose von 500 bis 510 Millionen Euro übertroffen. Nach vorläufigen, ungeprüften Zahlen erreichte das EBIT vor Währungseffekten 26,1 Millionen Euro und bewegte sich damit in der oberen Hälfte der prognostizierten Spanne von 23 bis 28 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch 555,1 Millionen Euro Umsatz und 30 Millionen Euro EBIT erzielt.
Mit einem Lifetime-Volumen von rund 760 Millionen Euro übertraf die Oberkircher Gruppe im Neugeschäft die eigene Prognose von 550 bis 600 Millionen Euro. Im vierten Quartal gewann das Unternehmen Aufträge mit einem Gesamtvolumen von rund 225 Millionen Euro. Nach eigenen Angaben konnte PWO mehrere Neukunden aus der Automobil- und Zuliefererindustrie für sich gewinnen.
Für 2026 rechnet der Vorstand mit spürbaren Belastungen durch den deutschen Standort Oberkirch. Die Abrufvolumen wichtiger lokaler Kunden verringern sich nach Angaben der Gesellschaft vom Donnerstag erheblich, da Produktion in Länder mit günstigeren Standortbedingungen verlagert wird. Um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, schloss PWO im Januar eine Betriebsvereinbarung zur temporären Arbeitszeit- und Entgeltreduzierung für 2026 ab.
Für das laufende Geschäftsjahr stellt PWO Umsatzerlöse von rund 500 Millionen Euro sowie ein EBIT vor Währungseffekten von 13 bis 17 Millionen Euro in Aussicht. Mit einer spürbaren Verbesserung rechnet das Management erst wieder 2027, da geplante Maßnahmen Zeit bis zur Wirkung benötigten. Ziel bleibe es, die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Standorts zu stärken. Die endgültigen Zahlen für 2025 will PWO am 20. März 2026 vorlegen.
Die PWO Aktie (WKN: 696800, ISIN: DE0006968001, Chart, News) notiert bei 25,60 Euro.
