Infineon: „Sehr dynamische Nachfrage bei KI”
Die Infineon Technologies AG hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/2026 einen Konzernumsatz von 3,662 Milliarden Euro erzielt. Gegenüber dem Vorquartal mit 3,943 Milliarden Euro entspricht dies einem saisonalen Rückgang von 7 Prozent. Das Segmentergebnis belief sich auf 655 Millionen Euro nach 717 Millionen Euro im vierten Quartal 2025, die Segmentergebnis-Marge lag bei 17,9 Prozent nach 18,2 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern stieg auf 256 Millionen Euro nach 231 Millionen Euro im Vorquartal, nicht zuletzt aufgrund geringerer Steueraufwendungen bei Infineon.
Die Bruttomarge verbesserte sich im ersten Quartal auf 39,9 Prozent nach 38,1 Prozent im Vorquartal. Bereinigt lag sie bei 43,0 Prozent nach zuvor 40,7 Prozent. Das Betriebsergebnis erreichte 388 Millionen Euro nach 454 Millionen Euro im vierten Quartal. Der Free-Cash-Flow lag bei minus 199 Millionen Euro, nachdem im Vorquartal ein Mittelabfluss von minus 1,276 Milliarden Euro angefallen war, der maßgeblich durch eine Akquisitionszahlung geprägt war.
Infineon zieht Investitionen vor
Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 erwartet Infineon bei einem unterstellten EUR/USD-Wechselkurs von 1,15 einen Umsatz von rund 3,8 Milliarden Euro. Die Segmentergebnis-Marge soll dabei im mittleren bis hohen Zehner-Prozentbereich liegen. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Unternehmen ohne Berücksichtigung der geplanten Akquisition des Sensorportfolios von ams OSRAM weiterhin mit einem moderat steigenden Umsatz gegenüber dem Vorjahr sowie einer bereinigten Bruttomarge im niedrigen Vierziger-Prozentbereich und einer Segmentergebnis-Marge im hohen Zehner-Prozentbereich.
„Die sehr dynamische Nachfrage bei KI in einem ansonsten verhaltenen Marktumfeld gibt Infineon kräftigen Rückenwind. Aktuell steht dabei die Stromversorgung in KI-Rechenzentren im Vordergrund, in den nächsten Jahren wird der Ausbau der Netzinfrastruktur hinzukommen. Um unsere Kunden bestmöglich zu bedienen, richten wir unsere Fertigungskapazitäten auf eine weiter steigende Nachfrage aus und ziehen unsere Investitionen in diesem Bereich vor. Ein großer Teil davon entfällt auf einen schnelleren Hochlauf unserer neuen Smart Power Fab in Dresden”, sagt Jochen Hanebeck, Vorstandsvorsitzender von Infineon.
Angesichts der dynamischen Nachfrage nach Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren erhöht Infineon die geplanten Investitionen für das Geschäftsjahr 2026 auf rund 2,7 Milliarden Euro nach zuvor 2,2 Milliarden Euro. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet der Konzern in diesem Bereich einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro nach etwa 1,5 Milliarden Euro im laufenden Geschäftsjahr. Der bereinigte Free-Cash-Flow für 2026 wird nun mit rund 1,4 Milliarden Euro nach zuvor 1,6 Milliarden Euro erwartet, der Free-Cash-Flow mit etwa 1,0 Milliarden Euro.
Die Infineon Aktie (WKN: 623100, ISIN: DE0006231004, Chart, News) notiert bei 40,27 Euro mit 1,59 Prozent im Minus.
