TUI: Weitere Krisen-Gelder vom Staat - Aktie verpasst Kaufsignale

TUI, stark von den Folgen der Corona-Krise betroffen, erhält über einen Kredit und eine Optionsanleihe weitere Gelder vom Bund. Bild und Copyright: Ceri Breeze / shutterstock.com.

TUI, stark von den Folgen der Corona-Krise betroffen, erhält über einen Kredit und eine Optionsanleihe weitere Gelder vom Bund. Bild und Copyright: Ceri Breeze / shutterstock.com.

30.09.2020 10:43 Uhr - Autor: Michael Barck  Michael Barck auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

TUI erhält weitere Finanzhilfen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro. Zum einen habe der Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes eine Optionsanleihe von TUI mit einem Volumen von 150 Millionen Euro gezeichnet, zum anderen stockt die staatseigene KfW einen Kredit an den Reisekonzern um 1,05 Milliarden Euro auf. Man verfüge damit über Finanzmittel in Höhe von 2 Milliarden Euro, so das Unternehmen, das wie zahlreiche andere Reiseanbieter hart von den Folgen der Corona-Pandemie getroffen wurde. „Das Paket stellt ausreichend Liquidität sicher, um die saisonalen Schwankungen im Winter 20/21 abzudecken und die Position des Konzerns im aktuellen, volatilen Marktumfeld zu stärken”, so TUI.

Die Optionsanleihe läuft über sechs Jahre und wird pro Jahr mit 9,5 Prozent verzinst. „Der Optionspreis je Aktie wurde auf den Mindestbetrag von 2,56 Euro festgelegt. Die Optionen haben eine Laufzeit von 10 Jahren und können jederzeit in TUI Aktien gewandelt werden”, so das Unternehmen - bei vollständiger Wandlung wäre dies eine Beteiligung von rund 9 Prozent an der Gesellschaft. Zeichnen kann die Anleihe ausschließlich der Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes, ein Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen. Zahlt TUI den KfW-Kredit zurück, besteht für den Konzern ein Kündigungsrecht für die Anleihe.

An der Börse gewinnt die TUI Aktie heute leicht an Terrain zurück und notiert aktuell bei 3,128 Euro mit 1,96 Prozent im Plus. Damit bleibt der Aktienkurs weiter in der Nähe charttechnischer Hürden, die sich um und unterhalb von 3,16/3,20 Euro erstrecken und in den letzten Tagen nicht überwunden werden konnten - geschweige denn die knapp darüber liegende Hürdenzone um 3,26/3,34 Euro.

Ohne den Ausbruch hierüber wird es charttechnisch aber einer reine Frage der Zeit sein, bis die TUI Aktie wieder unter Druck kommt. Das kann gefährlich werden, denn in der Nähe liegen wichtige charttechnische Unterstützungsmarken - neue Verkaufssignale drohen. In der Nähe sind die Crash-Tiefs der TUI Aktie aus diesem „Corona-Jahr” zwischen 2,73/2,88 Euro und 2,42 Euro, die starke Unterstützungszonen darstellen. Käme es hier zu neuen Verkaufssignalen, wären diese massiver Art. Daher: Nicht zu früh über das aktuelle Kursplus freuen, denn charttechnisch hat dieses bisher keine Veränderung an der Ausgangslage verursacht.


Wichtige charttechnische Daten zur TUI Aktie:

Letzter Aktienkurs: 3,128 Euro (Börse: XETRA - Frankfurt)
Bollinger-Bands 20 (unten / oben): 2,669 Euro / 4,203 Euro
EMA 20: 3,436 Euro
EMA 50: 3,573 Euro
EMA 200: 5,407 Euro

Daten zum Wertpapier:
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