Goldpreis auf Rekordhoch, Goldminen hinken hinterher - Commerzbank Kolumne

Bild und Copyright: ijp2726 / shutterstock.com.

Bild und Copyright: ijp2726 / shutterstock.com.

18.08.2020 09:49 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter auf Twitter 

Aktien von Goldminen steigen derzeit schneller als der Goldpreis. Wesentlicher Grund: Der Gewinnhebel ist >1, da der Goldpreis rascher als die Kosten steigt. Aber die relative Stärke ist verglichen mit früheren Zyklen nur schwach ausgeprägt (gelbe Linie). Auch in der absoluten Entwicklung (graue Linie) ist klar zu erkennen, dass Goldminen im Gegensatz zum Goldpreis noch erheblich unter ihren historischen Hochs von 2011 notieren. Zum einen dürfte dies an der derzeitigen Präferenz für physisches Gold liegen und zum anderen an steigenden Kosten der Minenunternehmen und geringeren Goldreserven. Man kann aber aus der relativ verhaltenen Kursentwicklung auch ableiten, dass Goldminen noch nicht hoch bewertet sind.

Anleihen


USA: Baubeginne/-genehmigungen (Juli), 14:30 Uhr

Der Rentenmarkt handelte zum Wochenauftakt nahezu unverändert. Aus dem Euroraum wurden keine relevanten Wirtschaftsdaten vermeldet, die Impulse hätten liefern können. Auch der am Nachmittag überraschend negative Empire-State-Index, der die Unternehmensstimmung im US-Bundesstaat New York abbildet, hatte keine großen Auswirkungen auf die Kurse. Der Index ging im August von 17,2 auf 3,7 Punkte zurück (erwartet 15,0 Punkte). Es zeichnet sich ab, dass die US-Wirtschaftserholung eher unruhig verläuft. Aus dem gestern veröffentlichen Monatsbericht der Deutschen Bundesbank geht hervor, dass sich die deutsche Wirtschaft nach dem coronabedingten Einbruch im dritten Quartal deutlich erholen wird. Allerdings sei der Weg bis zu einer umfassenden wirtschaftlichen Normalisierung noch weit und es bestehe die Gefahr von Rückschlägen. Die Bundesbank nimmt an, dass der Staatshaushalt im laufenden Jahr ein Finanzierungsdefizit von 7% aufweisen und die Schuldenquote auf 75% der jährlichen Wirtschaftsleistung steigen wird. Ferner hielten die mit der Pandemie verbundenen wirtschaftlichen Kosten und der Bedarf an Gegenmaßnahmen vermutlich über das laufende Jahr hinaus an. Daher könnten zusätzliche Stabilisierungsmaßnahmen sinnvoll sein, wenn sich im weiteren Verlauf keine durchgreifende Besserung der Wirtschaftslage abzeichnete. Allerdings plädiert die Bundesbank in solchen Fällen für eine zeitliche Befristung der Hilfsmaßnahmen. Kritisch äußert sich die Bundesbank zu Details des europäischen Extrahaushalts, mit dessen Mitteln die wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie bekämpft werden sollen. Die umfangreiche Schuldenfinanzierung, insbesondere von Transfers, sei ein "bedenkliches Novum“, denn eine Kreditaufnahme auf der EU-Ebene sei in den EU-Verträgen eigentlich nicht vorgesehen.

Aktien


BHP Group, Jahreszahlen
Fraport, Verkehrszahlen 33. Kalenderwoche
Home Depot, Ergebnis Q2
Walmart, Ergebnis Q2

Die europäischen Aktienmärkte starteten sehr verhalten in die neue Handelswoche. Im deutschen Leitindex sorgten immerhin die Aktien von Infineon (+3,5%) für ein positives Highlight. Stark belastet zeigten sich hingegen angesichts steigender Neuinfektionszahlen und weiterer Reisewarnungen die Titel von Luftfahrt- und Reiseunternehmen. So standen im MDax die Anteilscheine der Deutschen Lufthansa (-3,7%) unter Druck. Die Fluggesellschaft beabsichtigt trotz der erweiterten Reisewarnung weiterhin Spanien anzufliegen. Stärkste Titel im Index für mittelgroße Werte waren die Aktien von Hellofresh (+4,6%). Der Online-Essenslieferdienst könnte ab der nächsten Woche Wirecard im Dax30 ablösen. Unter den Branchen des Eurostoxx 600 konnten insbesondere Grundstoffe (+1,4%) zulegen. Positiv war zum Wochenstart auch die Entwicklung bei Gesundheit (+1,0%) und IT (+0,9%). Den stärksten Druck erlebte aus genannten Gründen der Reise- und Freizeitsektor (-1,7%). Während auch der Dow Jones eher behäbig in den Handel startete, zogen die Technologietitel des Nasdaq 100 wieder stärker an. Stärkste Einzeltitel im techlastigen Auswahlindex waren die Aktien von Tesla (+11,2%), bei denen die Aussicht auf einen Aktiensplit zusätzlich beflügelte. Im Dow Jones hingegen bremste die schwache Kursentwicklung bei einigen Finanzwerten. Die Aktien von JP Morgan (-2,6%) und Goldman Sachs (-2,4%) litten darunter, dass Berkshire Hathaway ihre Anteile bei vielen großen Namen im Sektor reduziert hatte. Die stärkste Branchenperformance wies letztendlich noch vor IT (+0,7%) der Gebrauchsgütersektor (+1,2%) auf. An den asiatischen Börsen halten sich die Anleger in der Breite eher zurück. Auch die europäischen Märkte werden kaum verändert eröffnen.
Daten zum Wertpapier: Feinunze Gold
Chartanalyse-Tools: hier klicken!
Ticker-Symbol: XAUUSD
WKN: 965515
ISIN: XC0009655157

Gewöhnen Sie sich an das Außergewöhnliche. Mit der American Express Platinum Card.

Feinunze Gold - Jetzt traden auf: flatexflatex - Scalable CapitalScalable Capital - SmartbrokerSmartbroker - Trade RepublicTrade Republic
Tipp: Besser traden und investieren mit TradingView-Charts
4investors auf: Twitter | YouTube | Google News | Facebook
Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

4investors-Newsletter

Exklusive Interviews und Analysen für Sie aus der 4investors-Redaktion!

Der Newsletter ist kostenlos. Sie können den Newsletter jederzeit wieder abbestellen. Wir speichern Ihre Mailadresse ausschließlich zum Versand des Newsletters und geben diese nicht weiter! Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung.

4investors-News - Feinunze Gold

22.02.2021 - Ungereimtheiten im Aufschwung-Narrativ - DWS
17.02.2021 - Rohstoffpreise im Rally-Modus - Commerzbank Kolumne
13.01.2021 - Gold & Co.: Edelmetalle verteuern sich wieder - Stabilitas-Kolumne
05.01.2021 - Goldpreis steigt, Platin und Silber holen auf, Goldminenkurse zum Ultimo gedrückt - Commerzbank Kolumne
02.12.2020 - Gold: Optimismus bei Anlegern setzt Edelmetalle unter Druck - Stabilitas-Kolumne
26.11.2020 - Goldpreis unter Druck - Commerzbank Kolumne
03.11.2020 - Gold konsolidiert weiter - Stabilitas-Kolumne
21.10.2020 - Edelmetalle: Gold auch 2021 aussichtsreich - DWS Kolumne
05.10.2020 - Aufwärtstrend bei Rohstoffpreisen vorläufig gestoppt - Stabilitas-Kolumne
03.09.2020 - Weiter steigende Preise bei Rohstoffen deuten auf wirtschaftliche Erholung weltweit - Stabilitas-Kolumne
25.08.2020 - Goldpreisanstieg weiterhin ohne Spekulanten - Commerzbank Kolumne
12.08.2020 - Goldpreiskorrektur nicht überraschend, aber Stärke etwas übertrieben - Commerzbank Kolumne
05.08.2020 - Steigende Preise bei Rohstoffen deuten auf wirtschaftliche Erholung - Stabilitas-Kolumne
17.07.2020 - Der Rohstoffmarkt bewegt sich seitwärts, Edelmetallsektor weiter positiv - Stabilitas-Kolumne
10.07.2020 - Gold: Inflationserwartungen lösen Nominalzinsen als treibenden Faktor ab - Commerzbank Kolumne
02.07.2020 - Im Blickpunkt: Luxus & Corona-Krise - Commerzbank Kolumne
23.06.2020 - Gold: Positionierung begünstigt raschen weiteren deutlichen Preisanstieg - Commerzbank Kolumne
01.06.2020 - „Sichere Anlagehäfen“ neu denken - J.P. Morgan AM Kolumne
05.05.2020 - Spekulative Zurückhaltung bei Edelmetallen - Commerzbank Kolumne
25.03.2020 - Edelmetalle sind bereit für den Aufschwung - Vontobel-Kolumne

DGAP-News dieses Unternehmens

Stammdaten dieses Wertpapiers: WKN/ISIN, Börse etc.