Corona-Virus: Umsatzanteil europäischer Medizintechnik- und Pharmaunternehmen in China - Commerzbank Kolumne

Allgemein gilt das China-Geschäft für die meisten Konzerne im Sektor als sehr hochmargig, der Anteil am Gesamtumsatz ist jedoch oft noch vergleichsweise klein. Bild und Copyright: Filipe Frazao / shutterstock.com.

Allgemein gilt das China-Geschäft für die meisten Konzerne im Sektor als sehr hochmargig, der Anteil am Gesamtumsatz ist jedoch oft noch vergleichsweise klein. Bild und Copyright: Filipe Frazao / shutterstock.com.

05.02.2020 09:34 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter auf Twitter 

Die meisten europäischen Pharma- und Medizintechnikkonzerne haben nur einen geringen Produktionsanteil in China und sind diesbezüglich kaum tangiert durch das neue Corona-Virus. Problematischer stellt sich das Thema der Lieferkette dar. Einiges an der Medikamenten-Nachfrage kann kurzfristig durch die Läger abgedeckt werden. Doch je länger und tiefgreifender der Nachschub abgeschnitten wird, umso stärker wird sich dies auch auf die Gewinnentwicklung der entsprechenden Unternehmen auswirken. Großapparate der Medizintechnik dürften von Verzögerungen am stärksten betroffen sein. Vieles ist in diesem Bereich dann jedoch nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. Allgemein gilt das China-Geschäft für die meisten Konzerne im Sektor als sehr hochmargig, der Anteil am Gesamtumsatz ist jedoch oft noch vergleichsweise klein. Einen Überblick über die Entwicklung der Ausbreitung des neuen Coronavirus erhält man hier.

Anleihen


China: Einkaufsmanagerindex, Caixin (Jan.), 2:45 Uhr
USA: ADP-Arbeitsmarktbericht (Jan.), 14:15 Uhr
USA: Handelsbilanz (Dez.), 14:30 Uhr
USA: ISM-Index Dienstleistungen (Jan.), 16:00 Uhr

Zwar hat sich die Zahl der offiziell am Coronavirus Erkrankten innerhalb einer Woche mehr als vervierfacht und liegt derzeit bei über 24.000. Da die tägliche Zuwachsrate aber kontinuierlich sinkt von über 50% vor einer Woche auf aktuell 19%, wächst dennoch die Hoffnung, dass es nicht zu einer explosionsartigen Ausbreitung der Erkrankung kommt. Dies ist – neben der Finanzspritzen der Notenbank – wohl der Grund, warum gestern an den Finanzmärkten die Zuversicht überwog: Die Renditen 10-jähriger Bundesanleihen bzw. US-Staatsanleihen legten gut fünf Basispunkte zu. Auch der Ölpreis und der chinesische Renminbi konnten profitieren. Die Stimmung dürfte aber weiter schwanken, denn erstens sind die offiziellen Zahlen mit Vorsicht zu interpretieren. Und zweitens ist unklar, ob außerhalb von Wuhan die Verbreitung schneller eingedämmt werden kann – insbesondere wenn Länder in Asien oder Afrika betroffen sind, deren Gesundheitssysteme große Mängel aufweisen. Der Höhepunkt der Ausbreitung ist sicher noch nicht erreicht. US-Präsident Donald Trump kündigte in seiner Rede zur „State of the Union“ weitere Steuersenkungen im Frühjahr oder Sommer an. Zudem denkt er über weitere Maßnahmen nach, um ausländische Importe zu dämpfen. Bei den Vorwahlen der US-Demokraten konnte sich überraschend Pete Buttigieg vor Bernie Sanders die größte Zustimmung sichern. Der chinesische Einkaufsmanagerindex für Dienstleister (Caixin) fiel im Januar leicht auf 51,8 Punkte (gegenüber 52,5 Punkte im Dezember). Mithin dürfte die Epidemie bislang allenfalls einen sehr geringen negativen Effekt auf die Befragung gehabt haben.

Aktien


ABB, BNP Paribas, Jahresergebnis
GlaxoSmithKline, Hannover Rück, Jahresergebnis
Infineon, Merck, Vestas, Vinci, Jahresergebnis
Siemens, Unicredit, Ergebnis Q1, Jahresergebnis

Die europäischen Aktienmärkte tendierten gestern sehr freundlich. Die relevanten europäischen Leitindizes legten in der Spitze um bis zu 2,2% (Österreich) zu. Für Erleichterung zum Handelsstart sorgte zunächst vor allem die Tatsache, dass sich die festlandchinesischen Börsen nach einem schwächeren Beginn deutlich von ihren Tagestiefständen lösen konnten und mit einem Plus von 1,3% (Schanghai A-Index) nahezu auf dem Tageshöchststand schlossen. Zudem zeigte sich die Notenbank im Reich der Mitte entschlossen, mit weiteren Liquiditätsspritzen die Märkte und die Konjunktur zu stützen. Für Rückenwind sorgten zudem gute Makrodaten aus den USA vom Montagnachmittag sowie eine bislang alles in allem recht robust verlaufende Berichtssaison. In diesem Umfeld legte der Dax um 1,8% zu und notierte damit wieder deutlich über der Marke von 13.000 Punkten. Tagesgewinner im deutschen Leitindex war die Aktie von Wirecard mit einem Aufschlag von 4,3%, Tagesverlierer dagegen diejenige von Vonovia (-0,2%). Auf europäischer Sektorenebene waren vor allem Rohstoffwerte gesucht, die im Schnitt um 3,5% stiegen (Öl- & Gasaktien sowie IT: +2,5%). Aktien aus dem Bereich Versorger legten als Tagesverlierer im Schnitt immerhin noch um 0,1% zu. Die Börsen in den USA tendierten fest. Gesucht waren v.a. IT-Werte (+2,6%), weshalb der Nasdaq Composite-Index ein neues Allzeithoch bei 9.485 Punkten markierte. Dagegen büßten Versorgerwerte als Tagesverlierer im Schnitt 1% ein. Die Börsen in Asien tendierten zur Wochenmitte freundlicher. Damit setzte sich die Erholung den zweiten Tag in Folge fort. Beruhigende Aussagen der WHO nährten die Hoffnung, dass die konjunkturellen Folgen des Coronavirus kurzlebiger als bislang gedacht sein werden.
Daten zum Wertpapier: Siemens Healthineers AG
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Ticker-Symbol: SHL
WKN: SHL100
ISIN: DE000SHL1006

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
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