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Brexit: Die eigentliche Arbeit steht erst noch bevor - Vontobel-Kolumne

Bild und Copyright: PHOTOCREO Michal Bednare / shutterstock.com.

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02.02.2020 14:54 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Die Fragen zum Brexit sind mit dem heutigen Austrittsdatum noch nicht vorbei. Viele kommen gerade erst auf. Selbst die Übergangsphase kann zum Jahresende 2020 noch verlängert werden, was wahrscheinlich ist, da trotz der Proteste von Premierminister Boris Johnson noch viele Fragen zu klären sind. Das Vereinigte Königreich muss mit seinem größten Handelspartner, der EU, ein Handelsabkommen aushandeln, bevor diese Übergangsphase endet. Solche Verhandlungen dauern normalerweise Jahre. Sollte das Abkommen nicht zustande kommen oder seine Verhandlungsphase verlängert werden, könnte es immer noch zu einem harten Brexit kommen. Zudem muss Großbritannien auch mit anderen Ländern Handelsabkommen aushandeln, was wohl keine einfache Aufgabe werden dürfte.

Da die künftigen Handelsregeln nicht bekannt sind, ist es für die Unternehmen schwierig, für die Zukunft zu planen, was wahrscheinlich das Wachstum beeinträchtigen wird. Europa hat das Vereinigte Königreich bereits davor gewarnt, dass es weniger Zugang zum europäischen Binnenmarkt haben werde, wenn seine Regeln zu sehr von denen der EU abweichen. Dazu gehören Unternehmenssteuersätze, staatliche Beihilfen, Umweltstandards und Arbeitsgesetze. Ebenso wurde Großbritannien auch davor gewarnt, dass es nach dem Brexit – wie im Austrittsabkommen vereinbart – Waren, die von Großbritannien nach Nordirland gehen, kontrollieren muss, obwohl Premierminister Boris Johnson weiterhin betont, dass es diese Kontrollen nicht geben wird. All das ist im Grunde genommen schon jetzt kein reibungsloser Start.

Im Gegenzug verfügt der Premierminister allerdings über eine große Mehrheit im Unterhaus und kann eine expansive Politik in den Bereichen Infrastruktur, Wohnungsbau und Transport vorantreiben, während die Bank of England wahrscheinlich bei den niedrigen Zinsen bleiben wird. Zusammen können diese Faktoren einen Teil des langsameren Investitionswachstums der durch die Unsicherheit gelähmten Unternehmen ausgleichen.

Autor: Donny Kranson, Portfolio Manager bei Vontobel Asset Management

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Vontobel. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!


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