Rohstoffe und Minenaktien: Solider Februar – schwieriger März? – Stabilitas-Kolumne

03.03.2017, 12:36 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4nvestors auf: Twitter | Google News | Facebook

Der Goldpreis führte auch im Februar seinen guten Jahresstart fort und legte um 2,7 Prozent zu. Das gelbe Metall schloss bei einem Kurs von 1.248 US-Dollar pro Feinunze ab und erreichte somit ein neues Fünf-Monats-Hoch. Auch die Gold-ETFs haben im Februar wieder ordentliche Zuflüsse erhalten. „Auffällig ist, dass aktuell in Deutschland eine starke Nachfrage bei der Inhaberschuldverschreibung Xetra-Gold zu verzeichnen ist, während sonst die großen ETF-Käufer in den USA zu finden sind“, sagt Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH. Xetra-Gold hat im Februar über 900 Millionen USD eingesammelt und verfügt aktuell über einen Rekord-Goldbestand von rund 158 Tonnen.

Dennoch gab es zum Monatsende einige Warnsignale, die Anleger beachten sollten. „Ende Februar war zu beobachten, dass die Goldminenaktien trotz eines steigenden Goldpreises gefallen sind. Dies könnte darauf hindeuten, dass es im März zu verstärken Gewinnmitnahmen im Edelmetallsektor kommen könnte. Wenn die Goldminenaktien einen Vorlauf haben und dann beim steigenden Goldpreis Schwäche zeigen, sollten das Anleger genau beobachten. Es kann durchaus sein, dass uns im März eine umfassendere Konsolidierung bevorsteht“, sagt Siegel. Der kleine Bruder Silber nutzte seinen Hebel auf Gold und legte vergangenen Monat 4,2 Prozent zu.

Goldpreis legt weiter zu, Basismetalle ohne eindeutigen Trend


Auch Platin und Palladium setzten ihren Aufwärtstrend fort. Platin stieg um 2,8 Prozent und knackte wieder die psychologisch wichtige Marke von 1.000 USD. Mit einem Februar-Schlusskurs von 1.023 USD pro Feinunze setzte das Industriemetall neue Kaufsignale. „Der Spread zwischen Platin und Gold wird wieder etwas kleiner und signalisiert zumindest eine leichte relative Stärke zu Gold“, sagt Siegel. Palladium legte 2,8 Prozent zu und nähert sich wieder der Marke von 800 USD pro Feinunze.

Basismetalle entwickelten sich im Februar unterschiedlich. Während Nickel (+10,1 Prozent) und Aluminium (+5,7 Prozent) zulegen konnten, mussten Blei (-4,9 Prozent), Zink (-1,1 Prozent) und Kupfer (-0,4 Prozent) Verluste hinnehmen. „Bei den Basismetallen gab es im vergangenen Monat eine volatile Bewegung ohne einen eindeutigen Trend“, sagt Siegel.

Minenaktien mit Schwächen zum Monatsende


Die Aktien der Minengesellschaften stiegen im Februar solide mit den physischen Metallen und generierten im Anschluss an den Januar weitere Gewinne. „Erst zum Monatsende sind die Kurse gefallen, was auch an starken Gewinnmitnahmen lag“, sagt Siegel. Insbesondere die relative Schwäche zum Goldpreis könne eine Konsolidierung signalisieren.

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