Verbraucherpreise in Deutschland steigen kräftiger als erwartet - Commerzbank

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02.03.2021 09:17 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter auf Twitter 

Nach dem kräftigen Preisanstieg im Januar (Mehrwertsteuer, CO2-Abgabe), hat sich in Deutschland der Preisanstieg im Februar etwas abgeflacht, jedoch weniger deutlich als erwartet. Die Inflationsrate kletterte von 1,0% auf 1,3%. Vor allem der kräftige Anstieg der Ölpreise im Februar hat über die Benzin- und Heizölpreise zum Preisanstieg beigetragen. Im März und vor allem im April tritt ein Basiseffekt hinzu, da vor einem Jahr der Ölpreis scharf einbrach. Im Juni/Juli folgt aber eine Normalisierung – sofern der Ölpreis nicht weiter steigt. Zu einem so scharfen Anstieg wird es wohl nicht kommen – aber ein zusätzlicher Prozentpunkt ist wohl drin.

Anleihen


Deutschland: Arbeitsmarktbericht (Feb), 09:55 Uhr
Euroraum: Inflationsrate (Feb), 11:00 Uhr

Europäische Staatsanleihen erholten sich gestern weiter. Nachdem die Renditen letzte Woche bis Donnerstag ausgehend aus den USA kräftig anzogen, gingen sie am Freitag und gestern wieder deutlich zurück. Am Freitag erreichte die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen mit minus 0,2% den höchsten Stand seit fast einem Jahr. Gestern sank sie zwischenzeitlich auf fast minus 0,35%. Grund für den Renditeauftrieb waren kräftig angestiegene Inflationserwartungen insbesondere in den USA. Dort kamen Sorgen einer Überhitzung auf. Am Freitag verabschiedete das US-Repräsentantenhaus ein sehr großes Konjunkturpaket der Biden-Regierung. Im Gegensatz zu Europa stiegen gestern die Renditen in den USA – nach einem Rückgang am Freitag – wieder leicht an. Der Euro schwächt sich seit Donnerstag ab. Gestern ging er auf unter 1,2050 US-Dollar zurück. Die Konjunkturdaten zeigten sich gestern überwiegend besser als prognostiziert. So fiel der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Euroraum mit 57,9 Punkte etwas besser als erwartet aus. In Italien und Spanien, wo keine vorläufigen Schätzungen durchgeführt werden, hellte sich die Stimmung stärker als erwartet auf. In Deutschland ist die Inflationsrate im Februar von 1,0% auf 1,3% angestiegen. Grund dafür waren zum Teil die gestiegenen Energiepreise (siehe dazu im Blickpunkt). Für die heute zur Meldung anstehenden Inflationsrate im Euroraum rechnen wir mit einem Anstieg von 0,9% auf 1,1%, die Kernrate der Inflation dürfte dagegen leicht zurückgegangen sein. In den USA stieg der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe im Februar von 58,7 auf 60,8 Punkte, der höchste Wert seit 3 Jahren. Unter anderem dürfte das geplante US-Konjunkturpaket die Erwartungen befeuern. Der Index für Auftragseingänge stieg von 61,1 auf 64,8 Punkte kräftig an.

Aktien


Hellofresh, Jahresergebnis
HP Enterprise, Ergebnis Q1
Kion, Jahresergebnis
Swiss Life, Jahresergebnis

Nach den freundlichen Vorgaben aus Übersee – insbesondere aus Asien – tendierten die europäischen Aktienmärkte zum Wochenstart sehr freundlich. Die relevanten Leitindizes wiesen Gewinne von bis zu 2,2% (Österreich) auf. Für Erleichterung sorgten gestern insbesondere die mancherorts deutlich gesunkenen Renditen, die ja in den vergangenen Wochen weltweit gestiegen waren und für Unruhe an den Aktienmärkten gesorgt hatten. So fiel die Rendite für die 10jährige deutsche Staatsanleihe von -0,26% auf -0,34%. Für Rückenwind sorgte auch die Hoffnung auf ein baldiges billionenschweres US-Konjunkturpaket. Hinzu kommen Fortschritte beim Impfen (inklusive neu zugelassener Impfstoffe) sowie die Hoffnung auf baldige (Teil-) Öffnungen in zahlreichen Ländern, die die konjunkturelle Entwicklung wieder dynamischer gestalten sollte. In diesem Umfeld gewann der Dax 1,6%. Tagesgewinner war die Aktie von MTU Aero Engines (+6%). Die Aktie von Bayer legte um 4,4% zu, nachdem sie in der Vorwoche nach Vorlage von Quartalsergebnissen kräftig an Wert verloren hatte. Die einzigen größeren Verlierer im Dax waren Continental (-0,4%) und Infineon (-0,7%). In Europa waren vor allem Aktien aus dem Bereich Reise & Freizeit gefragt (+3,2%). Bankwerte gewannen im Schnitt als Tagesverlierer immerhin noch 1%. Die US-Börsen tendierten nach starken Makrodaten sehr fest. Der Dow Jones-Index gewann 2% und der Nasdaq Composite-Index 3%. Auf Sektorenebene waren vor allem IT- und Finanzwerte gesucht, die im Schnitt um 3,1% kletterten. Tagesverlierer waren dagegen Immobilienaktien (-0,2%). Die Börsen in Asien tendierten mehrheitlich etwas leichter. Eine Warnung Chinas vor Blasen an den internationalen Finanzmärkten belastete.
Daten zum Wertpapier: DAX - Aktienindex
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Ticker-Symbol: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Am Morgen: Lufthansa, TUI, BayWa und Logitech im Fokus - Nord LB Kolumne

Die Umfragen von CFLP und Caixin unter chinesischen Unternehmen blieben im Februar zwar den 11. Monat in Folge im Expansionsbereich über 50 Punkte, sie gaben aber den 3. Monat in Folge nach und notieren auf dem tiefsten Stand seit dem Frühsommer. Insbesondere der Erholungsprozess im Dienstleistungssektor verlor an Dynamik. Sicherlich spielen dabei die Covid-19-bedingt erlassenen Reisebeschränkungen zum Neujahrsfest (ab 12.02.) eine wichtige Rolle. Insofern kann wohl von einem saisonalen Effekt gesprochen werden. Dennoch ist über die letzten drei Monate ein gewisser (Abwärts-)Trend nicht zu verleugnen. Impulse können vom jährlichen „Nationalen Volkskongress“ ab dem nächsten Freitag kommen – für die Wirtschaft und (Innen-)Politik. Ein Wachstumsziel von über 6% ist denkbar. Die Geschäftslage-Branchenindikator des Ifo-Instituts für die deutschen Autohersteller und ihre Zulieferer hat sich im Februar trotz des Lockdowns verbessert. Das Barometer kletterte auf minus 2,3 ... diese News weiterlesen!

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