Apple, Lenovo & Co.: PC-Markt ist im 3. Quartal dank sehr starker Notebook-Nachfrage wieder gewachsen - Commerzbank Kolumne

Primus bei den Auslieferungen bleibt Lenovo (24,3% des Geräteabsatzes), dicht gefolgt von der Nummer 2 im Wettbewerb HP (23,6%). Auf den Plätzen folgen die Unternehmen Dell (15,1%), Apple (8,1%) und Acer (7,1%). Bild und Copyright: Pavel Ilyukhin / shutterstock.com.

Primus bei den Auslieferungen bleibt Lenovo (24,3% des Geräteabsatzes), dicht gefolgt von der Nummer 2 im Wettbewerb HP (23,6%). Auf den Plätzen folgen die Unternehmen Dell (15,1%), Apple (8,1%) und Acer (7,1%). Bild und Copyright: Pavel Ilyukhin / shutterstock.com.

14.10.2020 09:21 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Das Marktforschungsinstitut Canalys hat ermittelt, dass der globale PC-Markt im letzten Quartal (im Vergleich zum Vorjahr) um +12,7% gewachsen ist. Im Zeitraum zwischen Juli und September 2020 wurden demnach insgesamt 79,2 Millionen Computer weltweit verkauft. Nicht unerwartet zeigte dabei die Notebook-Klasse eine sehr dynamische Entwicklung. Der Absatz in Höhe von 64,0 Mio. Einheiten lag nur knapp unter dem langjährigen Verkaufs-Allzeithoch (4. Quartal 2011: 64,4 Mio.). Während die Nachfrage nach Desktop-PCs weiter deutlich rückläufig ist (-26%, ggü. Vorjahr), glänzte die Notebook-Klasse mit einem Wachstum von +28,3%. Die Marktanteile der führenden Hersteller haben sich zuletzt nur wenig verschoben. Primus bei den Auslieferungen bleibt Lenovo (24,3% des Geräteabsatzes), dicht gefolgt von der Nummer 2 im Wettbewerb HP (23,6%). Auf den Plätzen folgen die Unternehmen Dell (15,1%), Apple (8,1%) und Acer (7,1%). In den TOP5 hat einzig Dell kein Wachstum gezeigt (Rückgang ggü. Vorjahr: -0,5%). Den stärksten Anstieg im Jahresvergleich konnten Acer (+15%) und Apple (+13,2%) ausweisen. In Zeiten der Corona-Pandemie bevorzugen die Kunden Laptops und Notebook-ähnliche Geräte gegenüber stationären bzw. fest installierten Computern für das Arbeiten im „Home Office“ oder für eine Nutzung beim „Homeschooling“. Die Auswirkungen der Corona-Krise verändern die Art und Weise, wie Menschen arbeiten, lernen und zusammenarbeiten. Dies eröffnet den PC-Herstellern in den nächsten Jahren auch Chancen. Die Anwendungsgrenzen zwischen Arbeit und Privatleben dürften zunehmend verschwinden. Es wird wichtiger, Rechner mit einer breiten Palette an Einsatzmöglichkeiten zu konzipieren, wobei der Schwerpunkt immer mehr auf gleichzeitiger Leistungsfähigkeit, Mobilität, Konnektivität, Akkulaufzeit sowie Anzeige- und Audioqualität liegen dürfte. Auch ist mit neuen Differenzierungen in den angebotenen Produktportfolien zu rechnen. Beispiele hierfür sind Endgeräte, die spezialisiert wichtige (Teil-) Segmente wie Bildung und Mainstream-Gaming abdecken werden.

Anleihen


Euroraum: Industrieproduktion (Aug.), 11:00 Uhr
USA: Erzeugerpreise (Sep.), 14:30 Uhr

Die Verbraucherpreise in den USA sind im September mit 0,2% zwar nicht mehr so deutlich gegenüber dem Vormonat gestiegen wie noch im August (+0,4%), doch der Aufwärtstrend hält weiter an. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Inflationsrate derzeit 1,4% höher (August: 1,3%). Am Anleihemarkt wurde dies mit einem Renditerückgang quittiert. So fielen die US-Renditen um drei Basispunkte. Mit den auch in Deutschland steigenden Infektionszahlen, sinkt die Zuversicht – gemessen am ZEW-Index – auf eine zügige Erholung. Mit aktuell 56,1 Punkten nach 77,4 im September sind die Erwartungen wieder zurückgefallen. Die beiden Gewinner des Wirtschafts-Nobelpreises, so ist überall zu lesen, hätten praktische Ergebnisse hervorgebracht. Das ist sicher dem Umstand geschuldet, dass viele sich unter Auktionen, dem Forschungsfeld von Paul R. Milgrom und Robert B. Wilson, etwas Konkretes vorstellen können und zwar nicht erst seit Ebay. Apropos Ebay – bei einem gewonnenen Gebot müssen sie nicht den gebotenen Preis bezahlen, sondern nur was der zweithöchste Bieter bereit war zu zahlen. Nett, oder? Tatsächlich führt dieser Modus dazu, dass sie als Bieter nicht taktieren müssen. Sie schätzen, was das Objekt ihnen wert ist, geben das als Gebot an und warten ab. Ohne diesen Modus sind sie gut beraten, sie Auktion zu verfolgen und ihr Gebot nach und nach zu erhöhen, um nicht einen unnötig hohen Preis zu zahlen. Die Arbeiten der Nobelpreisgewinner bewegen sich freilich auf einem anderen Niveau. Sie haben sich u.a. gefragt, was passiert, wenn einer der Bieter (oder Spieler, denn wir sind hier im Gebiet der Spieltheorie) mehr Informationen hat als sein Konkurrent und der Konkurrent dies weiß. Dann kommen Vermutungen und Vermutungen über Vermutungen ins Spiel und machen das Ergebnis kaum kalkulierbar.

Aktien


ASML, Q3-Zahlen
Bank of America, Q3 Zahlen
Wells Fargo, Q3-Zahlen

Nach dem erfreulichen Wochenstart haben Europas wichtigste Aktienmärkte am Dienstag schwächer tendiert, im Vorfeld erwarteter leichterer US-Börsen. Minuszeichen waren allerorts zu verbuchen, nur Amsterdam war nahezu unverändert. Der Dax 30 schwächte sich im Handelsverlauf ab, ein schlechter ZEW Konjunkturausblick für Oktober tat sein Übriges. Der deutsche Leitindex schloss 0,9% leichter bei gut 13.000 Punkten. Favorit war Deutsche Post (+0,4%), während das Schlusslicht Bayer (-3,5%) bildete. Im marktbreiten MDax (-1%) stach MorphoSys angesichts einer platzierten Wandelschuldverschreibung über 325 Mio. Euro hervor, was die Aktie wegen der Anteilsverwässerung deutlich unter Druck brachte. Zuletzt wurde ein Minus von 5,4% verbucht. Nur ThyssenKrupp gab mit -6,6% noch mehr nach. Der Euro Stoxx 50 verlor 0,6%, der breitere Stoxx Europe 600 -0,7%. Technologiewerte konnten sich in Europa noch gut behaupten (+0,3%), ansonsten dominierten Minuszeichen: Finanzwerte (-1,8%), gefolgt von Immobilien (-1,0%). Im Euro Stoxx 50 lagen BNP Paribas (-4,1%) und ING (-5,6%) hinten. Die US-Börsen schwächten sich nach der jüngsten Rally ab. Der Dow Jones verlor 0,6%, ebenso wie der marktbreite S&P 500. Der Nasdaq 100 konnte sich noch knapp behaupten. Im S&P 500 bewegten sich alle Branchen mit Ausnahme vom zykl. Konsum (+0,2%) im Minus, angeführt von Finanzwerten (-1,8%), gefolgt von Immobilien und Energie (je -1,5%). Großbanken wie JPMorgan und Citigroup mussten trotz guter Quartalsberichte Federn lassen (-1,6% bzw. -4,8%). Asiens Börsen z.T. belastet durch fehlende Stimuli. Chinas Festlandaktien (CSI 300) um 0,9% schwächer, ebenso Südkorea. Dagegen konnte sich der Nikkei 225 behaupten (+0,1%). Der Dax30 dürfte unverändert in den Tag starten.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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