Am Morgen: Volkswagen, Sonova, Boeing und Royal Caribbean im Fokus - Nord LB Kolumne

VW will das Geschäft in China mit Milliarden-Investitionen in die Elektromobilität ankurbeln. Bild und Copyright: Cineberg / shutterstock.com.

VW will das Geschäft in China mit Milliarden-Investitionen in die Elektromobilität ankurbeln. Bild und Copyright: Cineberg / shutterstock.com.

29.09.2020 08:25 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Die deutschen Unternehmen planen wieder mit Neueinstellungen. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer verbesserte sich im September um 0,9 auf 96,3 Punkte und damit zum fünften Mal in Folge. Das ist der höchste Wert seit Februar. Insbesondere die IT-Dienstleister planen mehr Personal einzustellen.

Der Umsatz der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland fiel saison- und kalenderbereinigt im August um 1,3% niedriger aus als im Vormonat. Damit haben Industrie, Bau, Handel und Dienstleister erstmals nach zuvor drei Anstiegen in Folge weniger eingenommen. Der aktuelle Wert liegt um 4,7% niedriger als im Februar. Da es sich bei dem Wert um einen Frühindikator handelt, können Nachmeldungen das Ergebnis noch erhöhen.

Das Schweizer BIP ist in Q2 weniger stark als erwartet eingebrochen. Die Wirtschaftsleistung der Eidgenossen sackte um 7,3% (bisherige Prognose: -8,2%) im Vergleich zum Vorquartal ab. Im Vergleich zum Vorjahresquartal schrumpfte das BIP lediglich um 8,3 statt 9,3%. Geschuldet ist das geringere Minus vor allem einer Benchmark-Revision, die in manchen Fällen zu einer erheblichen Änderung historischer Daten führte.

Rentenmarkt
Starke Zugewinne an den Aktienmärkten haben bei deutschen Staatsanleihen zunächst für rückläufige Notierungen gesorgt. Später gelang es dem richtungsweisenden Terminkontrakt BundFuture die Kursverluste aus dem frühen Handel wettzumachen. Die weiterhin hohe Zahl von Neuinfektionen in der Corona-Pandemie in Europa sorgte für Unterstützung. US-Staatsanleihen blieben gestern wenig verändert. Von der Konjunkturseite gab es keine bewegenden Nachrichten. So bestimmte eine allgemein freundliche Stimmung an den Finanzmärkten das Geschehen.

Aktienmarkt
Am deutschen Aktienmarkt stand die Börsenampel sinnbildlich auf grün. Nach den deutlichen Kursrückgängen in der Vorwoche kehrten Investoren auf das Parkett zurück. Gefragt waren vor allem Aktien konjunkturabhängiger Unternehmen. DAX +3,22%, MDAX +1,94%, TecDAX +1,75%.

Nach der längsten Verlustserie seit einem Jahr griffen Schnäppchenjäger an den US-Börsen zu. Dow Jones +1,5%; S&P 500 +1,6%; Nasdaq Comp. +1,9%. Gefragt waren Aktien, die zuletzt besonders stark unter Druck geraten waren. Dazu gehörten Bankenwerte, wie die Titel von JPMorgan und Goldman Sachs, mit einem Plus von bis zu 3%. Auch Reisewerte standen auf dem Einkaufszettel: Die Aktien von Airlines notierten bis zu 5,2% höher, Kreuzfahrtunternehmen wie Royal Caribbean schafften immerhin noch ein Plus von bis zu 2,3%. Boeing hob förmlich mit einem Plus von 6,4% ab, nachdem der Chef der US-Luftfahrtaufsicht Dickson sagte, seine Behörde werde den Unglücksflieger 737 MAX einem Prüfungsflug unterziehen.

Nikkei-225 aktuell stabil bei 23.587,33 Punkten.

Unternehmen
VW will das Geschäft in China mit Milliarden-Investitionen in die Elektromobilität ankurbeln. Zusammen mit seinen drei Joint Ventures FAW Group, SAIC Motor und JAC wolle VW zwischen 2020 und 2024 rund 15 Mrd. EUR auf diesem Gebiet in China investieren, hieß es. Im Oktober startet die Produktion von E-Autos in zwei Werken in China. Im nächsten Jahr erwartet VW eine Verdopplung des Absatzes von E-Autos in China.

Aufgrund einer schneller als erwarteten Erholung der durch die Corona-Beschränkungen verlangsamten Geschäftsaktivitäten hat der Hörgeräte-Hersteller Sonova die Prognose erhöht. Das Unternehmen rechnet damit, im ersten Halbjahr des GJ 2020/2021 beim Umsatz rund 79% des Vorjahresniveaus zu erreichen. Die bereinigte EBITA-Marge werde etwa 15% betragen. Für das 2. Geschäftshalbjahr wird eine Rückkehr zum Wachstum mit einem Anstieg von 4%-8% im Umsatz und von 20%-30% im bereinigten EBITA ggü. der Vorjahresperiode erwartet.

Devisen
Nach den deutlichen Verlusten der Vorwoche (-1,75%) hat sich der Euro zu Wochenbeginn stabilisiert und im Verlauf leichte Kursgewinne erzielt.

Öl / Gold
Die Ölpreise zeigten am Montag nur wenig Bewegung. Nach einem leicht negativen Start ging es ab Mittag moderat nach oben. Am Ölmarkt fehlen zur Zeit kursbewegende Impulse. Langeweile auch beim Goldpreis, der um den Vortagesschluss pendelte.

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