DAX: Leicht schwächer aber alles im Lot - Donner & Reuschel Kolumne

Chart-Experte Martin Utschneider zum DAX:  „Für heute sollte man sich auf einen Test der 13.000´er Marke einstellen. Trotzdem gilt weiterhin: Das eigentliche Signal für einen möglichen Rutsch liegt bei 12.500.” Bild und Copyright: Donner+Reuschel.

Chart-Experte Martin Utschneider zum DAX: „Für heute sollte man sich auf einen Test der 13.000´er Marke einstellen. Trotzdem gilt weiterhin: Das eigentliche Signal für einen möglichen Rutsch liegt bei 12.500.” Bild und Copyright: Donner+Reuschel.

17.09.2020 07:52 Uhr - Autor: Martin Utschneider  Martin Utschneider auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Der deutsche Leitindex wird nach der gestrigen Sitzung der US-Notenbank auch heute wieder über der 13.000´er Marke eröffnen. Diese hatte ihr neues Inflationsziel zum Einsatz gebracht und will die Leitzinsen auch in den kommenden drei Jahren nicht mehr anheben. Der DAX wird im Zuge dessen heute zunächst trotzdem schwächer tendieren. Die Support-Linie bei 12.799 ist aber dadurch nicht in Gefahr. Diese überhandelte er nun mehrere Tage in Folge, unterschritt sie dabei aber kein einziges Mal nachhaltig. Der Bereich bei 12.500 entspricht weiterhin der Nackenlinie einer zuletzt abgewendeten Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Ein nachhaltiger Bruch der 12.500´er Nackenline könnte den deutschen Leitindex bis auf rund 11.700 Indexzähler absacken lassen. Der „eigentliche Gefahrenherd“ liegt daher nach wie vor erst bei 12.500. Der Markt bleibt kurzfristig hochsensibel und anfällig für nicht erwartete Meldungen. Die heutige Tagesbandbreite lässt sich nun zwischen 13.277 und 13.005 einordnen. Das wiederholte Halten der Supportmarke bei 12.799 Zählern hat dem deutschen Leitindex dennoch die nötige Stabilität gegeben. Die markttechnischen Indikatoren zeigen sich für heute divergent. Der Trendfolgeindikator MACD ist weiterhin neutral. Die kurzfristige Slow-Stochastik signalisiert allerdings ein Verkaufssignal. Das Momentum oszilliert wieder knapp im positiven Bereich. Der DAX 30 kehrt erst ab Kursen von mindestens 13.500 wieder in seinen kurzfristigen Aufwärtstrend zurück. Bis dahin bleibt er in einer engen Bandbreite. Für heute sollte man sich auf einen Test der 13.000´er Marke einstellen. Trotzdem gilt weiterhin: Das eigentliche Signal für einen möglichen Rutsch liegt bei 12.500.

- Nächste charttechnische Widerstände: 13.332 (Oberes Bollinger-Band), 13.500
- Nächste wichtige charttechnische Unterstützungen: 13.117, 13.072, 13.005, 12.799, 12.500
- Oberes Bollinger-Band: 13.372, Mittleres Bollinger-Band: 13.075 und Unteres Bollinger-Band: 12.777
- 100-Tage-Linie: 12.323 und 200-Tage–Linie: 12.196 sowie: 38-Tage-Linie: 12.927
- Indikatoren: MACD: neutral | Slow-Stochastik: Verkaufsignal | RSI: neutral | Momentum: leicht positiv
- Ichimoku Kinko Hyo: Warnsignal (!)
- Volatilität (VDAX-NEW): 24,11
- Die Eröffnung um 09:00 Uhr wird bei rund 13.120 erwartet
- (Trailing-) Stop-Loss: 13.117, 13.072, 13.005, 12.799, 12.500 (je nach individuellem Risikoempfinden)

Primärtrend (langfristig): Noch nicht zurück im lfr. Aufwärtstrend
Sekundärtrend (mittelfristig): Seitwärtsbewegung
Tertiärtrend (heute): Test der 13.000´er Marke
Gefahr besteht erst ab 12.500 (Nackenlinie SKS)
Tagesbandbreite: 13.277 bis 13.005

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Martin Utschneider, Leiter Technische Analyse Capital Markets bei Donner & Reuschel. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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