Bayer Aktie kommt nicht auf die Beine - trotz Empfehlung durch Deutsche Bank

Bild und Copyright: Michael Barck / www.4investors.de.

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05.08.2020 13:37 Uhr - Autor: Robin Lohwe  Robin Lohwe auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Die Bayer Aktie kann sich weiter nicht entscheidend aus der Konsolidierung befreien. Versuche, sich von einer wichtigen charttechnischen Signalmarke rund um 56 Euro nach oben abzusetzen, schlagen deutlich fehl. Der heutige Tag bildet da keine Ausnahme, nachdem Bayer gestern noch mit nicht gerade überzeugenden Quartalszahlen und einem schwachen Ausblick für einen Kursrückschlag an die 56-Euro-Marke gesorgt hatte. Im heutigen Handelsverlauf liegen die bisher notierten Aktienkurse für Bayer zwischen 56,76 Euro und 57,66 Euro. Aktuell liegt das Papier am unteren Ende der Spanne und verliert leicht an Terrain gegenüber dem gestrigen XETRA-Schlusskurs - und das trotz einer Kaufempfehlung für die Bayer Aktie.

Diese kommt von den Analysten der Deutschen Bank, die den Anteilschein des Unternehmens aus Leverkusen weiter mit „Buy” bei einem unveränderten Kursziel von 87 Euro einstufen. Beim Umsatz sei Bayer zwar unter den Erwartungen geblieben, beim EBITDA dagegen darüber. Die Aktienexperten führen dies vor allem auf die Entwicklungen in Bayers Agrar-Sparte zurück, wo der Konzern mit der Übernahme von Monsanto Synergien realisieren kann.

Independent Research ist dagegen deutlich skeptischer für die Bayer Aktie, zumal man nun noch das Kursziel von bisher 66 Euro auf 59 Euro senkt. Es bleibt beim „Halten” für den DAX-Wert. Belastungen bringe die Prognose des Konzerns für 2020, obwohl die Zahlen besser als erwartet ausgefallen seien, so das Fazit der Analysten. Könne Bayer im Streit im Glyphosat eine endgültige Lösung erreichen, könnte dies deutliches Kurspotenzial für den Titel bedeuten, mutmaßen die Analysten.

Hier nochmal ein Blick auf das Fazit unseres heutigen 4investors-Chartchecks zur Bayer Aktie: Um 58,47/58,76 Euro sind weiter die ersten kleineren charttechnische Hürden für den DAX-Wert zu erwarten, zwischen 55,37/55,43 Euro und 56,08/56,25 Euro die Unterstützungsmarken. Bei der Bayer Aktie fehlen damit unverändert die ersten prozyklischen Kaufsignale, die ein derzeit noch theoretisches Trendwende-Szenario in die Praxis umsetzen könnten. Zuvor war Bayers Aktienkurs von 73,63 Euro auf 56,08 Euro gefallen. Solange diese Kaufsignale aber ausbleiben, ist der übergeordnete Abwärtstrend der letzten Wochen weiter dominierend - und damit ist das Risiko weiterer Kursverluste nicht vom Tisch. Gelingt der Ausbruch, sollte sich der Blick zunächst in Richtung 59,97/60,37 Euro und einer starken Widerstandszone oberhalb von 62,20 Euro richten.


Lesen Sie mehr zum Thema Bayer im Bericht vom 04.08.2020

Bayer: Schwacher Ausblick nagt an der Aktie und der Laune der Anleger

Der Bayer-Konzern hat heute Zahlen für das zweite Quartal 2020 vorgelegt. Umgesetzt wurden 10,05 Milliarden Euro nach 10,71 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Bereinigt um Sondereinflüsse konnte das Unternehmen aus Leverkusen das EBITDA von 2,73 Milliarden Euro auf 2,88 Milliarden Euro steigern. Hohe Sondereinflüsse im Volumen von mehr als 12 Milliarden Euro lassen die Ergebnisse aber stürzen. Vor Zinsen und Steuern meldet Bayer einen Verlust von 10,78 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 0,79 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich stürzt das Ergebnis um fast 10 Milliarden Euro auf einen Verlust von 9,55 Milliarden Euro ab. Bereinigt man die Sondereffekte, wäre der Gewinn je Bayer Aktie von 1,51 Euro auf 1,59 Euro gestiegen. Zudem konnte die Gesellschaft ihren Free Cashflow von 0,75 Milliarden Euro auf 1,4 Milliarden Euro steigern. Erhebliche Einflüsse auf das Ergebnis hatten einmalig anfallende Belastungen. „Diese standen im Wesentlichen in Verbindung ... diese News weiterlesen!

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