Deutschland: Auftragseingänge im Dezember im Minus - VP Bank Kolumne

06.02.2019, 09:39 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4nvestors auf: Twitter | Google News | Facebook

Bild und Copyright: anathomy / shutterstock.com.

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Die Auftragseingänge verbuchen im Dezember ein Minus von 1.6 % gegenüber dem November. Guten Morgen Deutschland - der Tag fängt ja gut an. Nach der Veröffentlichung der Auftragsdaten dürften jetzt auch diejenigen Volkswirte hellwach sein, die in den Morgenstunden noch einem etwaigen Dämmerschlaf frönten. Statt dem erwarteten Plus steht erneut ein sattes Minus zu Buche. Die Auftragseingänge sind für das exportstarke Deutschland so etwas wie die Mutter aller Daten. Ohne Neubestellungen keine Produktion, ohne Produktion keine Beschäftigung, ohne Beschäftigung kein Konsum. Auf den zweiten Blick ist dann aber das Zahlenmaterial doch nicht ganz so dramatisch, wie es aussieht. Ohne Berücksichtigung der volatilen Grossaufträge lägen die Neuaufträge 3.5 % im Plus – immerhin.

Eines steht fest: Die konjunkturelle Delle wird uns wohl noch einige Zeit beschäftigen. China schwächelt deutlicher als dies in den offiziellen Daten zum Ausdruck kommt. Der satte Rückgang der Auftragseingänge aus Übersee von 5.5 % gegenüber dem November mahnt hierbei zur Vorsicht. Wenn das „Reich der Mitte“ wirtschaftliche aus dem Tritt kommt, merkt dies vor allem die deutsche Exportwirtschaft.

Zu hoffen ist, dass zunächst einmal Nachholeffekte grösseren Schaden von der deutschen Volkswirtschaft fern halten. Den Autobauern liegen nun die Zulassungen nach dem WLTP-Testprozedere vor und auch die Bremsspuren des trockenen Sommers sollten jetzt ausgebügelt werden. Mehr Aufschluss geben hierzu die morgen anstehenden Daten zur Industrieproduktion. Um aber auf Asien zurückzukommen: Die chinesische Regierung ist um eine konjunkturelle Besserung bemüht. Eine Reihe von Massnahmen wurde ergriffen. Trägt dies im weiteren Jahresverlauf Früchte, dürften auch die Auftragseingänge wieder einen stärkeren Zufluss aus China sehen. Die Auftragseingänge zeigen aber, dass die Wachstumsprognosen wohl weiter nach unten revidiert werden müssen.

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der VP Bank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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