Raiffeisen: Goldman Sachs, IBM, Microsoft und Staatsanleihen im Blickpunkt

Bild und Copyright: Roman Tiraspolsky B / shutterstock.com.

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19.07.2016, 09:48 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4nvestors auf: Twitter | Google News | Facebook

Der Datenkalender bleibt heute dünn besetzt. In der Eurozone steht die ZEW Umfrage für Deutschland und die Eurozone am Programm. Diese Erhebung bildet zum ersten Mal das Sentiment von den befragten Finanzmarktakteuren nach der Entscheidung pro Brexit ab. Wir rechnen mit einem deutlichen Rückgang des Indikators. In den USA werden die Zahlen zu den Wohnungsbaugenehmigungen und –beginnen im Juni veröffentlicht. Wir rechnen in beiden Fällen mit einem Anstieg gegenüber dem Vormonat. Am Primärmarkt begab gestern Belgien ein Volumen von rund EUR 3,3 Mrd. via Anleihen mit Fälligkeit 2026, 2031, 2038 und 2047. Das Angebot wurde 1,1 bis 1,2fach überboten und die durchschnittliche Emissionsrendite betrug 0,22 %, 0,57 %, 0,84 % und 1,09 %. Litauen auktionierte eine Anleihe mit Laufzeit 2021 bei fast 6,8facher Überzeichnung (Emissionsvolumen: EUR 15 Mio.) zu einer Durchschnittsrendite von 0,18 %. Heute haben sich Spanien (3M, 9M) und Malta (3M, 6M) mit Geldmarktpapieren angekündigt.

Aktienmärkte
Die Anleger an den US-Aktienmärkten ließen sich vom gescheiterten Militärputsch in der Türkei nicht beunruhigen und so schlossen die wichtigsten US-Indizes zum Wochenauftakt mit positiven Vorzeichen. Die Aufmerksamkeit scheint sich vielmehr auf die aktuell laufende Berichtssaison zu richten. Rückenwind kam insbesondere vom Finanzsektor, nachdem Bank of America - nach JPMorgan und Citigroup in der Vorwoche - gestern ebenfalls die Markterwartungen übertreffen konnte. Verluste musste der Ölpreis hinnehmen, nachdem Daten zufolge in der Vorwoche in den USA wieder mehr Förderanlagen in Betrieb genommen wurden. Nachbörslich hat gestern auch der IT-Konzern IBM Quartalszahlen vorgelegt und dabei sowohl hinsichtlich Umsatz als auch Gewinn die Erwartungen übertroffen. Vorbörslich werden heute noch die Investmentbank Goldman Sachs, das Pharmaunternehmen Johnson & Johnson und der Tabakkonzern Philip Morris Zahlen vorlegen, nachbörslich berichtet der Softwarekonzern Microsoft. Ersten Indikationen zufolge ist an den europäischen Märkten mit einem negativen Handelsstart zu rechnen.

Credit Märkte
Sechs Wochen nach dem Start des Corporate Sector Purchase Programme (CSPP) der EZB wurden gestern von den ausführenden Zentralbanken erstmals die ISIN der gekauften Anleihen veröffentlicht. Aus Österreich wurden nach Angaben der finnischen Zentralbank Anleihen der Telekom Austria, OMV, Novomatic, Strabag, Kelag, Energie Oberösterreich und dem Verbund gekauft. Das Gesamtvolumen des CSPP erhöhte sich per 15. Juli 2016 auf nunmehr EUR 10.427 Mio., was einem Wochenvolumen von EUR 1.953 Mio. entspricht und damit im Rahmen der bisherigen Käufe liegt. Am EUR-Primärmarkt konnte gestern JP Morgan einen EUR 2 Mrd. schweren Senior Bond (8 Jahre, A3/A-/A+) bei MS+65 BP platzieren.

Emerging Markets
Der Datenkalender für die großen Emerging Markets bietet nichts Neues heute Morgen. In China dürfte es datensseitig überhaupt erst wieder nächste Woche interessant werden, wenn die Industrieprofite veröffentlicht werden. In Abwesenheit positiver Nachrichten und nach starken Zugewinnen der letzten Tage (HSCE Index über +6 % seit 06.07.) notieren chinesische Aktien heute im Minus, wobei der HSCE Index mit etwa -1 % stärkere Verluste zu verzeichnen hat als die Festlandmärkte. Der indische Sensex verzeichnete leichte Zugewinne, die restlichen asiatischen Emerging Markets notieren gemischt.

Zentraleuropa / Osteuropa
- HU: ÁKK verkauft 3-monatige Schatzwechsel im Volumen von HUF 40 Mrd.
- PL: Arbeitsmarkt stärker als vom Markt erwartet
- PL: Erholung der Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze erwartet
- PL: MPC-Mitglied E. Lon: Zinserhöhungen dürften aufgeschoben werden
- RU: Makrodaten für Juni: voraussichtlich keine positiven Überraschungen
- RS: Programm für Schatzwechselauktion im 3. Quartal veröffentlicht

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB). Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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