Die Weltwirtschaftskrise (1929-33) und ihre Folgen für das Handelsvolumen - Commerzbank Kolumne

Bild und Copyright: Evan El-Amin / shutterstock.com.

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Nachricht vom 10.07.2018 10.07.2018 (www.4investors.de) - Die Ursachen für die Weltwirtschaftskrise (1929-33) sind vielschichtig, die Forschungsarbeiten zu diesem Thema füllen ganze Bücherregale, die wissenschaftlichen Meinungen gehen teilweise diametral auseinander. Als unstrittig gilt jedoch, dass die damals verhängten Sanktionen und darauf folgende Gegenmaßnahmen mit zu der Eskalationsspirale beigetragen haben. Am Ende war der Welthandel auf ein Drittel des Ausgangsniveaus eingebrochen. Die Wiederholung eines solchen „Horrorszenarios“ ist eigentlich fast unvorstellbar und niemand erwartet dies, denn die Geschichte sollte den Politikern Mahnung genug sein!

Anleihen


China: Verbraucherpreise (Juni), 3:00 Uhr
Frankreich: Industrieproduktion (Mai), 08:45 Uhr
Italien: Industrieproduktion (Mai), 10:00 Uhr
Frankreich: Industrieproduktion (Mai), 10:30 Uhr
Deutschland: ZEW-Indikator (Juli), 11:00 Uhr

Die Marktteilnehmer zeigten sich gestern etwas entspannter als zum Wochenschluss – US-Staatsanleihen und Bundesanleihen waren weniger stark nachgefragt, sodass die Renditen leicht anstiegen. Auch die implizite Volatilität, als Maß für die Verunsicherung, ging ggü. dem Wochenschluss zurück. Der Euro legte in diesem Umfeld ein halbes Prozent zu. Waren im Wert von 109,1 Mrd. Euro wurden im Mai von Deutschland exportiert. Bei den Importen summierte sich der Warenwert auf 89,4 Mrd. Euro. Mithin betrug der Handelsüberschuss 19,7 Mrd. Euro – bzw. auf 440 Euro je Erwerbstätigen. Die deutschen Exporte stiegen dabei im Mai um 1,8% ggü. dem Vormonat – deutlich stärker als erwartet. Allerdings schwanken die Exporte und Importe stark von Monat zu Monat – die Saisonbereinigung ist entsprechend fehleranfällig. Daher bietet sich der Vergleich mit dem Vorjahr an. So legten in den ersten fünf Monaten dieses Jahres vor allem der Export in andere EU-Länder mit 5,3% ggü. Vorjahr kräftig zu. Die Exporte in andere Länder (wie z.B. die USA) stagnierten in der Summe praktisch. Das Plus lag nur bei 0,2%. Die Importe aus nicht EU-Ländern legten in den ersten fünf Monaten dagegen um 2,2% zu. Das dürfte u.a. dem Ölpreisanstieg und der Euroabwertung geschuldet sein. Die schwierige Saisonbereinigung erschwert es, die monatlichen Exportdaten zu bewerten. Der gemeldete Zuwachs deckt sich aber mit den Produktionszahlen. Beide Datenreihen sprechen dafür, dass der konjunkturelle Schwungverlust in Deutschland während des ersten Quartals sich nicht in eine Rezession ausweitet, sondern die Konjunktur aktuell wieder etwas mehr Fahrt aufnimmt.

Aktien


PepsiCo, 2. Quartal

Die Gewinne vom Freitag aus den USA und zu Wochenbeginn in Asien verhalfen den europäischen Aktienmärkten zunächst zu einem guten Wochenstart. Mit dem Set der letzten Konjunkturdaten aus den USA und überraschend auch aus Deutschland sind einige Sorgen offenbar zerstreut worden, die größere Gefahren für das konjunkturelle Klima insbesondere in Europa durch die Handelsstreitigkeiten heraufdämmern sahen. Zwar bröckelten die Gewinne im Sitzungsverlauf wieder ab, doch half die freundlichere Wall Street zu einem Plus im DAX und EuroStoxx 50 von jeweils 0,4%. Der Abgang des britischen Außenministers hatte kaum messbaren Eindruck am Aktienmarkt hinterlassen und ließ auch die Kurse in London im Normaltrend. Im DAX standen neben Lufthansa (+2,2%) die Technologiewerte SAP (+1,9%) und Infineon (+1,5%) an der Spitze. Verlierer waren E.ON (-1,5%) und VW (-1,2%). Größere Bewegungen innerhalb der DAX-Indexfamilie zeigten ansonsten vor allem TecDax-Werte wie Aixtron (+10,9%) und Dialog (+4,5%). Freundlich war auch die Tendenz an der Wall Street. Der DJIA notierte 1,3% höher, die Nasdaq gewann 0,9%. Die Berichtssaison, die im Wochenverlauf durchstartet, wird jetzt zum wichtigsten Faktor. Es wird mit satten Gewinnzuwächsen gerechnet, auch wenn das Überraschungsmoment nach dem Spitzenquartal zum Jahresstart einigermaßen schwerfallen dürfte. Gestern beflügelte die Hoffnung auf gute Zahlen am Freitag vor allem die Finanzwerte (S&P Bankenindex +2,7%). Auch Industriewerte legten unter Führung von Caterpillar (+4,0%) zu. Twitter (-5,4%) zählte zu den Hauptverlierern. Die freundliche Wall Street hilft auch heute den asiatischen Börsen weiter nach oben. Die Kurse legen um 1% zu. Auch die heutige erste Tendenz für die europäischen Börsen ist freundlich.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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