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Steinhoff Aktie: Die „Woche der Wahrheit”?

Die britische Discount-Kette Poundland gehört zu Steinhoffs Europa-Aktivitäten und soll reichlich Interesse von Investoren auf sich ziehen. Bild und Copyright: Barry Barnes / shutterstock.com.

Die britische Discount-Kette Poundland gehört zu Steinhoffs Europa-Aktivitäten und soll reichlich Interesse von Investoren auf sich ziehen. Bild und Copyright: Barry Barnes / shutterstock.com.

Nachricht vom 16.04.2018 16.04.2018 (www.4investors.de) - Bei der Steinhoff Aktie war die jüngste Kurserholung nur eine kurze Episode. Nach dem Rutsch auf das Allzeittief bei 0,139 Euro ließ vor allem die Platzierung eines Teils der STAR-Aktien aus Steinhoff Portfolio den Aktienkurs kurz steigen. Schon bei 0,184 Euro und damit deutlich unterhalb einer charttechnischen Widerstandszone bei 0,196/0,202 Euro - dem vorherigen Allzeittief - endete diese Konsolidierung. Seitdem befindet sich die Steinhoff Aktie wieder im Rückwärtsgang und ging am Freitag bei 0,148 Euro mit fast 10 Prozent Minus aus dem Handel.

Während sich an Steinhoffs fundamentaler Lage, die von den Folgen eines Bilanzskandals geprägt ist und existenzbedrohend bleibt, nichts geändert hat, steht nun also wieder das Allzeittief des Papiers in Blikckpunkt. Abzuwarten bleibt, ob im Vorfeld von Steinhoffs Hauptversammlung, die auf den 20. April terminiert ist, substanzielle Neuigkeiten zu hören sein werden. Von einer „Woche der Wahrheit” kann nicht unbedingt ausgegangen werden. Um 0,139/0,143 Euro dürfte eine kleine Tradingunterstützung zu finden sein. Allerdings bleibt die Charttechnik angesichts der Situation von Steinhoff International mit erhöhten Unsicherheiten behaftet.

Aktuelle Kurse am Montagmorgen zeigen sich einigermaßen stabil. Im frühen XETRA-Handel pendelt Steinhoffs Aktienkurs zwischen 0,147 Euro und 0,155 Euro, sodass es bisher zu keinem Test der Zone um das Allzeittief kam. Hier noch einmal unser Bericht vom Freitag zur Steinhoff Aktie:

Steinhoff Aktie: Eine Rechnung mit vielen Unbekannten


Bei der Steinhoff Aktie ist der Kurseffekt aus der Platzierung von 200 Millionen Anteilscheinen der Tochter STAR schon wieder verpufft. 254 Millionen Euro konnte der Konzern aus der Platzierung einnehmen, mit denen Schulden getilgt werden sollen. Der Anteil an der Gesellschaft reduziert sich von 77 Prozent auf 71 Prozent, bildet damit noch Potenzial für weitere, dringend nötige Entschuldungsmaßnahmen.

Um weitere Anteilsverkäufe aus dem breiten Beteiligungsportfolio wird das SDAX-notierte Unternehmen nicht herum kommen. Ob das reicht, Steinhoff International zu retten, bleibt trotz vieler operativ durchaus laufender Tochtergesellschaften offen. Solange unklar ist, wie hoch der Bilanzschaden ausfällt, wie viel Eigenkapital dadurch vernichtet wird und wie Steinhoff die milliardenschweren Schulden ohne einen völligen Ausverkauf bei seinen Beteiligungen reduzieren will, ist das eine Rechnung mit vielen Unbekannten.

Derweil ist die Steinhoff Aktie gestern wieder zurückgefallen. Nach der Erholungsbewegung vom neuen Allzeittief bei 0,139 Euro auf 0,184 Euro, die gestern am Vormittag erreicht wurden, rauschte der Aktienkurs des tief verschachtelten niederländisch-südafrikanischen Konzerns gestern im weiteren Handelsverlauf wieder auf bis zu 0,163 Euro nach unten. Der Schlusskurs im XETRA-Handel wurde bei 0,164 Euro (+5,4 Prozent) notiert. Für einen Test des bisherigen Allzeittiefs bei 0,196/0,202 Euro fehlte der Steinhoff Aktie die Kraft.

Nun droht neuer Ärger: Die Börse in Johannesburg (JSE), wo Steinhoffs Aktien ebenfalls notiert sind sowie auch die Papiere der Tochter STAR, will mögliche Verstöße des SDAX-notierten Unternehmens gegen Listingregeln prüfen. Dies meldet „Business Insider South Africa” am Donnerstag. Die JSE habe dies bestätigt, so das Magazin.

Dem Bericht zufolge befindet sich die JSE nicht nur im Gespräch mit Steinhoff International selbst, sondern auch mit der Frankfurter Börse, an der das niederländisch-südafrikanische Unternehmen mit deutschen Wurzeln seine primäre Börsennotierung hat.

Im Fokus scheinen dabei jüngste Berichte über Zahlungen in Höhe von insgesamt 325 Millionen Euro von Steinhoff an den früheren Großaktionär und Board-Chef Christo Wiese zu stehen, die - so das Unternehmen selbst - nicht nach den üblichen Vorschriften und Prozessen abgelaufen seien. Zwar sollen die Zahlungen anch niederländischen Recht, die Gesellschaft hat juristisch ihren Sitz in dem Land, rechtens gewesen seien, heißt es.

Aufgrund der Notierungen in Deutschland und Südafrika müssten die Zahlungen aber auch mit den Bestimmungen der jeweiligen Ländern konform gehen. Das ist zumindest zweifelhaft, auch wenn Wiese jegliche Probleme der Transaktionen dementiert - Ergebnis offen, auch was die möglichen Konsequenzen für das Listing der Steinhoff Aktien in Frankfurt und Johannesburg angeht.

Auf den Börsenkurs wirkt sich dies heute bisher nicht aus: Aktuelle Indikationen am Freitagmorgen notieren für die Steinhoff Aktie bei 0,164/0,167 Euro.

Aktueller Aktienkurs und interaktive Chart-Tools für die Steinhoff International Aktie: Hier klicken!!






Aktie: Steinhoff International
WKN: A14XB9
ISIN: NL0011375019
Aktienindex: SDAX
Homepage: http://www.steinhoffinternational.com
Branche: Retail-Konzern, Handel vor allem mit Möbeln und Modeartikeln, zum Konzern gehört unter anderem die Poco-Kette sowie die österreichische Unternehmensgruppe Kika-Leiner.




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