Letzte Fed-Sitzung unter der Leitung von Janet Yellen - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 01.02.2018 01.02.2018 (www.4investors.de) - Die letzte Fed-Sitzung unter Janet Yellen verlief ohne große Überraschungen. Eine Zinsänderung war nicht erwartet worden. Die Fed schätzt die Zuwächse in Beschäftigung, Haushaltsausgaben und Investitionen als „solide“ ein; auf der letzten Sitzung äußerte sie sich zu Haushaltsausgaben und Investitionen noch vorsichtiger. Weitere Verbesserungen am Arbeitsmarkt und die Steuerreform sprechen für ein noch besseres wirtschaftliches Umfeld, für das die Geldpolitik der Fed zu locker erscheint. Wir rechnen deshalb mit einer Zinserhöhung im März, die vom Markt bereits eingepreist wird. Insgesamt gehen wir nun von vier Zinsanhebungen der Fed in diesem Jahr aus.

Anleihen


Euroraum: Einkaufsm. Verarb. Gewerbe (Jan.), 10 Uhr
USA: Erstanträge Arbeitslosengeld, 14:30 Uhr
USA: ISM-Index Verarbeitend. Gewerbe (Jan.), 16 Uhr

Die US-Notenbank Fed hat auf ihrer gestrigen Sitzung die Fed Funds Rate wie erwartet unverändert im Zielband von 1,25% bis 1,50% belassen. Die Fed schätzt, dass die Inflation in den nächsten zwölf Monaten auf zwei Prozent steigt und sich dort einpendelt. Der Markt rechnet mit einem Zinsschritt im März (siehe auch „Im Blickpunkt“). Von einer Anhebung der Leitzinsen ist die EZB nach wie vor weit entfernt. Denn die Inflationsrate ist im Euroraum noch niedrig. Da helfen weder eine brummende Wirtschaft (voraussichtliches BIP-Wachstum 2018 von 2,5%) noch eine sinkende Arbeitslosenquote, die im Januar mit 8,7% auf den tiefsten Stand seit Januar 2009 fiel. Die aktuelle Preissteigerungsrate des Gesamtkostenindex betrug im Januar 1,3% J/J nach 1,4% im Dezember. Energiewerte verteuerten sich nur noch um 2,1% J/J nach 2,9% im Vormonat. Schaut man auf die Kernrate, welche Energie sowie Nahrungs- und Genussmittel außen vor lässt, so stieg diese leicht von 0,9% auf 1,0% J/J. Kommt nun ein nachhaltiger Anstieg? Wir gehen nur von einem sehr langsamen Anstieg der Kernteuerungsrate aus. Es braucht Zeit, bis der Rückgang der Arbeitslosigkeit im gesamten Euroraum auch zu höheren Löhnen führt. Zumindest zeichnen die neuesten Arbeitslosenzahlen für Deutschland ein positives Bild. Der Rückgang setzte sich auch im Januar weiter fort. Die Quote sank auf 5,4% nach 5,5% im Dezember. Nach wie vor ergeben sich große Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. So herrscht in Baden-Württemberg und Bayern mit Arbeitslosenquoten von 3,5% nahezu Vollbeschäftigung, Bremen liegt dagegen mit 10,3% ganz hinten. Der Arbeitsmarktdienstleister ADP ermittelte für Januar in den USA einen höheren Stellenzuwachs als erwartet.

Aktien


Alphabet, Amazon, Ergebnis Q4
Apple, Ergebnis Q1
Daimler, Bilanz-PK
Nokia, Ergebnis Q4
Roche, Jahresergebnis
Royal Dutch Shell, Ergebnis Q4

Zur Wochenmitte tendierten die europäischen Aktienmärkte uneinheitlich. Die deutlichen Verluste an der Wallstreet vom Vortag steckten die Leitbörsen in Europa zunächst gut weg; nachmittags begannen die Kurse aber wieder zu bröckeln. Den größten Verlust verzeichnete die Börse in der Schweiz (SMI-Index: -1%). Für etwas Gegenwind an den Börsen sorgte wieder einmal der Euro, der gegenüber dem US-Dollar etwas aufwertete. Der Dax verlor 0,1%. Klarer Indexgewinner war nach der Kaufempfehlung eines Brokers die Aktie von ProSiebenSat.1 mit einem Plus von 4,2%. Die Zahlen von Infineon wurden vom Markt gemischt aufgenommen; nach einem Auf und Ab blieb am Ende ein Minus von 1%. Die Geschäftszahlen der Modekette H&M wurden vom Markt abgestraft. Trotz des ohnehin schon sehr starken Kursverfalls in den letzten Quartalen stürzte der Kurs um weitere 9,8% ab und büßte damit allein im Januar 2018 rd. 17% ein. Auf europäischer Sektorenebene waren gestern v.a. Werte aus dem Bereich Immobilien gefragt, die im Schnitt 0,9% gewannen. Am Ende der Performancerangliste notierten Werte aus dem Bereich Pharma, die durchschnittlich um 1,2% nachgaben. Die Börsen in den USA legten leicht zu. Der Dow Jones-Index gewann 0,3%. Die Aktie von Boeing gewann nach Vorlage guter Geschäftszahlen und dem Erhalt eines Großauftrages rd. 4,9%. Auf Sektorenebene standen v.a. Werte aus dem Bereich Immobilien (+2,1%) auf der Kaufliste der Börsianer. Wie in Europa büßten Pharmatitel (-1,5%) am stärksten ein. Die Börsen in Asien tendierten uneinheitlich. Der Nikkei 225-Index (+1,7%) erholte sich deutlich. Der Yen wertete leicht ab.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!



Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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