Öl: Preisanstieg weiterhin vor allem auch spekulativ unterstützt - Commerzbank Kolumne

  Anmelden Abmelden -
Bestätigungslink nicht per Mail bekommen? Bitte kontrollieren Sie Ihren Spamordner. Wir speichern ihre Mailadresse ausschließlich zum Versand des Newsletters und geben diese nicht weiter! Sie können den Newsletter jederzeit abbestellen. Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung

Nachricht vom 23.01.2018 23.01.2018 (www.4investors.de) - Der Ölpreisanstieg auf 70 $/Fass (Brent) hat mehrere Ursachen - Förderkürzungen, Produktionsausfälle, geopolitische Spannungen und Terminmarktkäufe. Letztere werden nicht nur vom positiven Trend getrieben, sondern auch von der Terminmarktkurve begünstigt, die sich in einer deutlichen Backwardation befindet. Das heißt, man kann Öl mit einem Abschlag auf Termin kaufen und verdient alleine durch das Halten der Positionen Geld, solange der Ölpreis nicht stärker fällt – scheinbar leicht verdientes Geld. Aber auch im Vorfeld der Preiseinbrüche 2008 und 2014 befand sich der Ölmarkt in einer ähnlich ausgeprägten Backwardation. Diese spricht für ein künftiges Überangebot.

Anleihen


Deutschland: ZEW-Umfrage (Januar), 11:00 Uhr

Zum Wochenbeginn fehlten dem Rentenmarkt Impulse für deutliche Kursänderungen – es standen keine marktrelevanten Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen schwankte, wie schon in der Vorwoche, überwiegend zwischen 0,57% und 0,59%. Einen regelrechten Lauf erleben derzeit die spanischen Staatstitel, die Kursgewinne setzten sich auch gestern weiter fort. Am Freitagabend kam nun mit der Ratingheraufstufung von Fitch (von „BBB+“ auf „A-„ mit stabilem Ausblick) ein weiterer Antreiber für die Kurse. Der Risikoaufschlag der zehnjährigen spanischen Staatsanleihen sank auf 81 Basispunkte gegenüber der entsprechenden Bundesanleihe – dies ist der geringste Abstand seit 2010. Ebenfalls stark entwickelten sich die griechischen Staatsanleihen in den vergangenen Monaten. Die zehnjährige griechische Staatsanleihe rentiert mit weniger als 4% so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr. Griechenland erwägt sogar, in den kommenden Wochen an den Kapitalmarkt zurückzukehren und eine siebenjährige Anleihe zu begeben. Grundsätzlich sind die falkenhaften Stimmen, die eine Beendigung des Anleihekaufprogrammes im September sowie eine baldige Anpassung des geldpolitischen Fahrplans („Forward guidance“) fordern, in den Hintergrund getreten. Einige Marktteilnehmer erwarteten vorletzte Woche sogar eine Zinsanhebung im Euroraum für Dezember. Diese Einschätzung konnten beschwichtigende Aussagen aus dem Lager der geldpolitischen Tauben im EZB-Rat letzte Woche wieder zerstreuen. Auch die Kommunikation der EZB am Donnerstag dürfte nur marginal geändert werden. Wir gehen davon aus, dass lediglich der Passus zu einer möglichen Ausweitung der Anleihekäufe aus dem Kommuniqué gestrichen wird. In den USA ist die Haushaltssperre vorübergehend aufgehoben. Bis zum 8. Februar muss eine Lösung gefunden werden.

Aktien


Johnson & Johnson, Ergebnis Q4
Procter & Gamble, Ergebnis Q2
Sprint, Ergebnis Q3
Verizon, Ergebnis Q4

Die europäischen Börsen erwischten nach einem etwas verhaltenen Beginn alles in allem einen guten Start in die neue Woche. Die Leitindizes aus der Region gewannen um bis zu 1,1% (Österreich) an Wert. Der etwas stärkere Euro hatte gestern kaum negative Auswirkungen auf die Aktienmärkte. Der Dax gewann in diesem Umfeld 0,2% an Wert; damit fehlen ihm nur noch rd. 60 Punkte zu einem neuen Allzeithoch. Tagesgewinner im Dax war die Aktie der Deutschen Bank (+2,9%), die seit Jahresbeginn zu den schwächsten Werten gehört. Die Notierung der Deutschen Telekom (+2,1%) profitierte von Hoffnungen auf eine möglicherweise steigende Dividende. Gefragt war auch wieder die VW-Aktie (+2,6%; +13,2% seit Jahresbeginn). Die Aktie von Sanofi büßte rd. 2,9% ein; das Unternehmen bietet für die Biotechfirma Bioverativ rd. 11,6 Mrd. USD. In der zweiten Reihe legte die Aktie von Steinhoff um 3,9% zu; hier beflügelte die Nachricht, dass das angeschlagene Unternehmen weitere 29,5 Mio. Aktien der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group verkauft. Auf europäischer Sektorenebene waren am gestrigen Handelstag vor allem Werte aus dem Bereich Telekommunikation gefragt, die im Schnitt um 1,4% gewannen. Am Ende der Performancerangliste notierten Werte aus dem Bereich Reise & Freizeit, die durchschnittlich um 0,8% nach-gaben. Die Börsen in den USA tendierten zu Wochenbeginn freundlich. Alle drei Leitindizes erzielten Rekordhochs. Auf Sektorenebene (S&P 500-Index) standen vor allem Werte aus dem Bereich Telekom (+2,4%) auf der Kaufliste der Anleger. Dagegen gehörten Werte aus dem Rohstoffsektor mit durchschnittlichen Abschlägen von 0,2% zu den Tagesverlierern. Die Börsen in Asien tendierten sehr freundlich.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!



Aktie: Öl (Brent)
WKN: 0
ISIN: XC0009677409
Branche: Ölpreis - Nordseesorte Brent

News und Informationen zur Öl (Brent) Aktie





Weitere Nachrichten aus der 4investors-Redaktion

26.05.2018 - Evotec Aktie: Rallye nach Celgene-Deal - und nun?
26.05.2018 - Commerzbank Aktie und Deutsche Bank Aktie: Wie tief fallen die Aktienkurse noch?
25.05.2018 - Steinhoff Aktie: Aktuelle News - Zahlen von STAR
25.05.2018 - HanseYachts zahlt Anleihe vorzeitig zurück
25.05.2018 - NanoRepro: Kapitalerhöhung startet am Mittwoch
25.05.2018 - Stabilus beruft neuen Asien-Chef in den Vorstand
25.05.2018 - CeoTronics meldet neuen Auftrag
25.05.2018 - Francotyp-Postalia: de Gruyter wird neuer Vertriebsvorstand
25.05.2018 - Rocket Internet Aktie: Hier lauern Gefahren!
25.05.2018 - Behrens will Gewinnspanne wieder verbessern


Chartanalysen

26.05.2018 - Evotec Aktie: Rallye nach Celgene-Deal - und nun?
26.05.2018 - Commerzbank Aktie und Deutsche Bank Aktie: Wie tief fallen die Aktienkurse noch?
25.05.2018 - Rocket Internet Aktie: Hier lauern Gefahren!
25.05.2018 - Nordex Aktie: Droht schon wieder ein Kurssturz?
25.05.2018 - Commerzbank Aktie: Bullenkonter oder Absturz Richtung 9 Euro?
25.05.2018 - Evotec Aktie: Kommt jetzt Schwung in den Aktienkurs?
25.05.2018 - Deutsche Bank Aktie: Wilde Talfahrt und Verkaufspanik
24.05.2018 - Deutsche Bank Aktie: Achtung, Verkaufssignal!
24.05.2018 - co.don Aktie: Sitzen die Bären in der Falle?
24.05.2018 - Mutares Aktie: Lohnt der Einstieg nach dem Absturz?


Analystenschätzungen

25.05.2018 - Mutares Aktie: Bewertung wird langsam interessant
25.05.2018 - Dialog Semiconductor Aktie: Chart schürt möglichen Optimismus, aber…
25.05.2018 - ArcelorMittal: Doppelte Hochstufung der Aktie
25.05.2018 - Medigene: Nach der Kapitalerhöhung
25.05.2018 - Nordex: Ein deutlich verändertes Kursziel für die Aktie
25.05.2018 - Commerzbank: Klarer Rückschlag
25.05.2018 - Deutsche Telekom: Eine klare Enttäuschung
25.05.2018 - 2G Energy: Einigkeit bei der Prognose
25.05.2018 - Roche: Aktie wird abgestuft
25.05.2018 - Deutsche Bank: Lob für die Maßnahmen


Kolumnen

25.05.2018 - ifo-Geschäftsklima sendet Zeichen der Stabilisierung – trotz Italien und Trump - Nord LB Kolumne
25.05.2018 - Impact Investing – mit Investitionen Gutes tun - AXA IM Kolumne
25.05.2018 - Bayer Aktie: Kurzfristiger Aufwärtstrend gebrochen - UBS Kolumne
25.05.2018 - DAX: Rücksetzer bis auf wichtige Unterstützung - UBS Kolumne
25.05.2018 - Symbiotische Beziehung zwischen Lufthansa und Fraport - Commerzbank Kolumne
25.05.2018 - DAX schielt wieder auf die 13.000 - „Nix passiert“ - Donner + Reuschel Kolumne
24.05.2018 - EU-Einkaufsmanagerindizes spiegeln nochmaligen Schwungverlust wider - Commerzbank Kolumne
24.05.2018 - Regierungsbildung in Italien: Auf dem Weg ins finanzpolitische Chaos - Nord LB Kolumne
24.05.2018 - DAX: Gesunde Konsolidierung hält an - „Bearish-Belt-Hold“ Kerze - Donner + Reuschel Kolumne
24.05.2018 - Allianz Aktie: Wichtige Unterstützung nach unten durchbrochen - UBS Kolumne

All Right Reserved by minimalthemes - ©2018 Stoffels & Barck GbR