Die US-Inflation bleibt im Oktober verhalten - Commerzbank Kolumne

  Anmelden Abmelden -
Bestätigungslink nicht per Mail bekommen? Bitte kontrollieren Sie Ihren Spamordner. Wir speichern ihre Mailadresse ausschließlich zum Versand des Newsletters und geben diese nicht weiter! Sie können den Newsletter jederzeit abbestellen. Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung

Nachricht vom 16.11.2017 16.11.2017 (www.4investors.de) - Im Oktober haben sich die US-Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat nur leicht um 0,1% erhöht (nach 0,5% M/M im September). Damit sank auch die jährliche Teuerungsrate von 2,2% auf 2,0%. Die Kernrate, welche die besonders volatilen Preise für Energie und Lebensmittel außen vor lässt, erhöhte sich dagegen gering auf 1,8% (von 1,7%). Die US-Notenbank Fed strebt langfristig eine Inflation von 2% gemessen am Deflator für private Konsumausgaben an. Da der Trend einer höheren Inflationsrate anhält und zudem nahezu Vollbeschäftigung herrscht, bleibt eine Zinserhöhung im Dezember auf der Tagesordnung.

Anleihen


Großbritannien: Einzelhandelsumsatz (Okt), 10:30 Uhr
USA: Erstanträge Arbeitslosengeld, 14:30 Uhr
USA: Philadelphia-Fed-Index (Nov), 14:30 Uhr
USA: Industrieproduktion (Okt), 15:15 Uhr
USA: NAHB Wohnungsmarkt-Index (Nov), 16:00 Uhr

Trotz der niedrigen Arbeitslosigkeit und der guten Auslastung der Unternehmen ist die Inflation in den USA mit aktuell 2,0% – gemessen an den Einzelhandelspreisen – ungewöhnlich niedrig, daher kann die US-Notenbank ihren Leitzins in aller Ruhe schrittweise anheben. Als sie 2004 den Zinserhöhungszyklus begann, musste sie dagegen in gut zwei Jahren den Leitzins von 1% auf über 5% erhöhen, um die Inflation (damals: 4%) einzudämmen. Doch die Inflation ist sicher nicht tot, vermutlich sind es vor allem die adaptiven Erwartungen der Arbeitnehmer, die die Preisentwicklungen dämpfen: Da die Preise in den letzten Jahren nur langsam gestiegen sind, fallen auch die Lohnforderungen – mit und ohne gewerkschaftlicher Unterstützung – aktuell noch moderat aus. Die gute Beschäftigungslage heizt aber die Konsumnachfrage in den USA an. Bei den Einzelhandelswaren, die direkt in die Berechnung des privaten Verbrauchs einfließen, lag der Zuwachs im Oktober bei soliden 0,3% nach 0,5% im September (jeweils ggü. dem Vormonat). Andere Abgrenzungen, die z.B. Autos und Benzin einschließen, sind derzeit noch stark von den Folgen der Hurrikane verzerrt. Insgesamt sprechen die Indikatoren dafür, dass der private Verbrauch aktuell schneller wächst als im dritten Quartal. Die Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Regierung drehten sich in den letzten Tagen auch um die Frage, wie man künftig Finanzkrisen im Euroraum begegnen möchte: „Unvorhersehbare wirtschaftliche Notsituationen sollen abgefedert werden“. Dafür bräuchte es wahrscheinlich bessere Regeln –wer aber diese Regeln einhält, sollte aber auch solidarische Finanzhilfen erwarten dürfen.

Aktien


Coca-Cola, Investorentag
Vivendi, Ergebnis 9 Monate
Wal-Mart Stores, Ergebnis Q3

Die Aktienmärkte in Europa tendierten gestern den siebten Tag in Folge schwächer. Der Stoxx Europe 50 Price-Index verlor 0,4%, erholte sich aber im Tagesverlauf wie die meisten anderen Länderindizes von den Tagestiefs. Die größten Verluste auf Länderebene verzeichneten die Leitindizes in Spanien, Holland und Österreich mit Abschlägen von rd. 0,6%. Nach der größtenteils sehr starken Performance seit Jahresbeginn setzte sich damit die leichte Korrektur fort. Als ein Belastungsfaktor erwies sich gestern der Euro, der ge-genüber dem US-Dollar wieder die Marke von 1,18 Euro/USD überwand. In diesem Umfeld verlor der Dax 0,4%; zeitweise war der deutsche Leitindex sogar unter die Marke von 12.900 Punkten gefallen. Tagesgewinner im Dax waren Bankaktien (Deutsche Bank: +1,9%; Commerzbank: +1,8%). Nach anfänglich starken Verlusten drehte die Notierung der Deutschen Bank-Aktie ins Plus; verantwortlich hierfür zeichneten vor allem Meldungen über eine Beteiligung des Finanzinvestors Cerberus an der Deutschen Bank in Höhe von 3%. Dieser war zuvor bereits bei der Commerzbank eingestiegen. In der zweiten Reihe büßte die Aktie von K+S nach Vorlage von durchwachsenen Zahlen rd. 5,1% ein. Auf europäischer Sektorenebene waren vor allem Aktien aus dem Bereich Telekommunikation gesucht, die im Schnitt um 0,6% zulegen konnten. Am Ende der Performancerangliste rangierten Werte aus dem Sektor Öl & Gas (-1,5%). In den USA sanken die Kurse auf ein Drei-Wochen-Tief. Die Unsicherheit über den Umfang der Steuerreform lastet weiterhin auf dem Markt. Auf Sektorenebene waren insbesondere Finanzaktien gefragt, die im Schnitt um 0,2% zulegten. Energietitel verloren v.a. wegen des Ölpreisrückgangs im Schnitt rd. 1,2%. Die Börsen in Asien tendierten heute Morgen überwiegend freundlicher.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

Aktueller Aktienkurs und interaktive Chart-Tools für die DAX Aktie: Hier klicken!!
(Werbung)



Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




Weitere Nachrichten aus der 4investors-Redaktion

23.07.2018 - Siemens Gamesa: Neuer Großauftrag
23.07.2018 - German Startups: Buchwert einer Beteiligung steigt
23.07.2018 - Steinhoff Aktie fällt deutlich: Von neuer Zuversicht aktuell nur wenig zu sehen
23.07.2018 - CeoTronics: In Rödermark wird Kurzarbeit eingeführt
23.07.2018 - PVA Tepla: Übernahme
23.07.2018 - Deutsche Industrie REIT: Die nächsten Zukäufe
23.07.2018 - Mensch und Maschine bestätigt Dividenden- und Gewinnprognose
23.07.2018 - Geely Aktie: Zartes Pflänzchen der Hoffnung
23.07.2018 - BYD Aktie: Die Lage bleibt heiß
23.07.2018 - Evotec Aktie: Heute wird ein wichtiger Tag!


Chartanalysen

23.07.2018 - Geely Aktie: Zartes Pflänzchen der Hoffnung
23.07.2018 - BYD Aktie: Die Lage bleibt heiß
23.07.2018 - Evotec Aktie: Heute wird ein wichtiger Tag!
23.07.2018 - Deutsche Bank Aktie: Traut die Börse dem Braten nicht?
20.07.2018 - Evotec Aktie: Spekulationen auf den großen Ausbruch
20.07.2018 - Secunet Aktie: Pullback oder das Ende der Bullenparty?
19.07.2018 - BYD Aktie: Wichtige Marken liegen jetzt im Fokus
19.07.2018 - Geely Aktie: Erholungsversuch gescheitert - und nun?
19.07.2018 - Siemens Healthineers Aktie: Ein wichtiges Signal
18.07.2018 - Epigenomics Aktie: Spannende Entwicklung - kommt der Ausbruch?


Analystenschätzungen

23.07.2018 - Adyen: Zu wenig Luft für ein Kaufrating
23.07.2018 - Deutsche Bank: Verfehlte Erwartungen
23.07.2018 - Freenet: Vielfältige Unsicherheiten
23.07.2018 - Xing: Mehr Zuversicht
23.07.2018 - Lufthansa: Neues Kursziel vor den Quartalszahlen
23.07.2018 - Adyen: Analysten beobachten den Wirecard-Mitbewerber
23.07.2018 - Wirecard: Klarer Zuschlag beim Kursziel der Aktie
23.07.2018 - Deutsche Bank: Klares Schlusslicht
20.07.2018 - Software AG: Erwartungen legen zu
20.07.2018 - Steico: Wachstumsstory bleibt intakt


Kolumnen

23.07.2018 - DAX: „Aus 200 mach 21“ - 200-Tage-Linie bleibt Gradmesser - Donner + Reuschel Kolumne
23.07.2018 - Allianz Aktie: Abverkauf sorgt für Sorgenfalten - UBS Kolumne
23.07.2018 - DAX: Beginnt der nächste Abwärtstrend jetzt? - UBS Kolumne
20.07.2018 - Aktien: Donald Trump auf Reisen - Weberbank-Kolumne
20.07.2018 - DAX: Schulbuchmäßige Charttechnik - Donner + Reuschel Kolumne
20.07.2018 - Öl: Trotz Ausfälle entspannt sich zumindest kurzfristig die Angebotssituation - Commerzbank Kolumne
20.07.2018 - Platin: Mehrjähriges Tief unterschritten - UBS Kolumne
20.07.2018 - DAX: Es wird jetzt ungemütlich - UBS Kolumne
19.07.2018 - DAX „unterdurchschnittlich“: Test der 200-Tage-Linie als Gradmesser - Donner + Reuschel Kolumne
19.07.2018 - US-Hausbaubeginne gehen überraschend stark zurück - Commerzbank Kolumne

All Right Reserved by minimalthemes - ©2018 Stoffels & Barck GbR