Verbraucherpreisanstieg im Euroraum geht zurück - Commerzbank Kolumne


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Nachricht vom 01.11.2017 01.11.2017 (www.4investors.de) - Im 3. Quartal stieg das reale BIP um 0,6% Q/Q bzw. +2,5% J/J, stärker als erwartet. Die Frühindikatoren weisen alle daraufhin, dass das Wachstum kräftig bleiben dürfte. Dies überträgt sich bisher aber kaum auf die Verbraucherpreise. Die Inflationsrate ging im Oktober überraschend von 1,5% auf 1,4% J/J zurück. Die Kernrate der Inflation (ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise) ging noch kräftiger von 1,1% auf 0,9% J/J zurück. Darauf schaut die EZB. Sie dürfte ihre Anleihekäufe noch das ganze nächste Jahr aufrechterhalten. Mit der ersten Zinserhöhung ist deshalb nicht vor Mitte 2019 zu rechnen.

Anleihen


USA: ADP-Beschäftigungsbericht (Okt.), 13.15 Uhr
USA: PMI Verarb. Gewerbe (Okt.), 14.45 Uhr
SA: Ergebnis FOMC-Sitzung, 19.00 Uhr

Die Rentenmärkte starteten durchweg freundlich in die neue Handelswoche. Bei Bundesanleihen hallt die „taubenhafte“ Entscheidung der EZB nach, die Anleihekäufe mit halbiertem Volumen bis mindestens September 2018 zu verlängern und kein Enddatum für die Käufe zu nennen. Wie als Rechtfertigung der ultravorsichtigen EZB-Strategie stiegen die deutschen Verbraucherpreise im Oktober langsamer als erwartet (+0,0% M/M und +1,6% J/J nach +0,1% M/M und +1,8% J/J). Dies lässt sich auch für die Schnellschätzung des Verbraucherpreisindex für den Euroraum sagen: Er stieg im Oktober nur um +1,4% J/J (nach +1,5% J/J). Vor diesem Hintergrund zeigten sich Bundesanleihen unbeeindruckt vom über Erwarten starken realen BIP-Wachstum im Euroraum um +0,6% Q/Q im 3.Quartal und der Aufwärtsrevision der Vorquartalszahl auf +0,7% Q/Q. Auch am spanischen Rentenmarkt überwogen die zuversichtlichen Töne. Positiv aufgenommen wurden die Proteste derer, die für einen Verbleib Kataloniens bei Spanien auf die Straße gingen und damit klarmachten, dass die Mehrheitsverhältnisse keineswegs so klar sind, wie die Separatisten es glauben machen wollen. Hinzu kam die Ratingheraufstufung Italiens durch die Agentur S&P von BB- auf BBB vom Wochenende. In den USA speiste sich die freundliche Stimmung vor allem aus der anscheinend gut begründeten Hoffnung, dass Präsident Trump mit Jerome Powell und ein langjähriges FOMC-Board-Mitglied als Nachfolger von Fed-Chefin Yellen küren sollte und damit geldpolitische Kontinuität gewahrt bliebe. Heute blickt der Markt vor allem auf die Fed. Sie dürfte den Leitzins unverändert lassen, aber eine Anhebung für Dezember signalisieren.

Aktien


Facebook, Ergebnis Q3
Novo Nordisk, Ergebnis Q3
Qualcomm, Ergebnis Q4
Standard Chartered, Interim Management Statement

Die Aktienmärkte in Europa tendierten am gestrigen Dienstag mit Ausnahme des ATX-Index in Österreich (-0,4%) überwiegend freundlicher. Die größten Gewinne auf Indexebene erzielte der Markt in Spanien (+0,7%). Der Leitindex Ibex legte damit seit dem Oktobertief (9.922 Punkte) bis zum Monatsende um 6,1% zu. Das zeigt, dass die Anleger das politische Risiko in Spanien mittlerweile nicht mehr so hoch einschätzen. In Deutschland fand gestern feiertagsbedingt (500 Jahre Reformation) kein Aktienhandel statt. Zu Wochenbeginn hatte der Dax jedoch schon wieder ein neues historisches Hoch erzielt; der Leitindex war auf 13.255 Punkte geklettert und gewann damit seit Jahresbeginn mehr als 15% an Wert. Auf europäischer Sektorenebene waren gestern vor allem Aktien aus dem Bereich Reise & Freizeit gesucht, die im Schnitt um 1,1% zulegen konnten. Am Ende der Performancerangliste rangierten Werte aus dem Sektor Rohstoffe, die im Schnitt 0,6% einbüßten. Die Börsen in den USA legten gestern leicht zu. Der Dow Jones-Index gewann 0,1%. Gute Makrodaten (u.a. Einkaufsmanagerindex aus Chicago und Verbrauchervertrauen) gaben etwas Rückenwind. Vor der heutigen Notenbanksitzung hielten sich die Anleger nach den kräftigen Gewinnen im September und Oktober 2017 aber mit Kaufaufträgen zurück. Auf Sektorenebene legten Verbrauchsgüterwerte (+0,8%) am stärksten zu. Industrieaktien verloren im Schnitt 0,4%. Die Börsen in Asien tendierten zur Wochenmitte freundlich. Besonders stark stiegen die Kurse in Japan. Dort legte der Nikkei 225-Index um 1,9% zu. Die Aktie von Sony kletterte nach guten Zahlen um 11,4%. Auch der Kospi-Index gewann 1,3%, nachdem die Aktie von Samsung Electronics nach guten Zahlen ein Allzeithoch erreichte.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!



Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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