Produktionsstandort Mexiko durch NAFTA-Neuverhandlungen gefährdet? - Commerzbank Kolumne

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Nachricht vom 24.10.2017 24.10.2017 (www.4investors.de) - Nachdem auch die 4. Neuverhandlungsrunde des NAFTA-Freihandelsabkommens kein Ergebnis brachte, ist der Zeitplan eines Abschlusses bis Jahresende, angesichts der hohen Forderungen der USA, nicht einzuhalten. Daher vereinbarten die USA, Kanada und Mexiko, die Gespräche bis ins 1. Quartal 2018 fortzusetzen. Dies sorgte für Erleichterung an den Märkten und eine kleine MXN-Erholung, da ein Scheitern damit zunächst vermieden wurde. Immerhin gehen rund 80% der Exporte Mexikos in die USA. Betroffen wären auch Unternehmen aus Deutschland und Europa. Zumindest auf Exportverschlechterungen sollten sie sich einstellen. Zudem finden in Mexiko im Juli 2018 Neuwahlen statt, die für einen Linksruck sorgen könnten.

Anleihen


Japan: Einkaufsmanagerindex (Okt.), 02:30 Uhr
Euroraum: Einkaufsmanagerindizes (Okt.), 10:00 Uhr
USA: Einkaufsmanagerindizes Markit (Okt.), 15:45 Uhr

Die Staatsanleihen tendierten gestern überwiegend freundlich. Der Euro schwächte sich ggü. dem USD weiter ab. Die politische Zustimmung zu den Steuersenkungsplänen für Donald Trump nimmt zu und gab dem US-Dollar am Freitag und gestern Auftrieb. Die deutsche Bundesbank geht in ihrem gestern veröffentlichten Monatsbericht davon aus, dass sich der Aufschwung in Deutschland fortsetzt. Das dritte Quartal dürfte das hohe Tempo des ersten Halbjahres gehalten haben; die Auftragslage sei ausgezeichnet. Allerdings dürfte nach dem starken ersten Halbjahr die Bauwirtschaft vorerst nicht mehr zur gesamtwirtschaftlichen Expansion beigetragen haben. Auch der Private Konsum könnte etwas an Tempo verlieren. Das EU-Verbrauchervertrauen ist im Oktober im Euroraum von minus 1,2 auf minus 1,0 Punkte weiter angestiegen, es erreichte den höchsten Wert seit März 2001. Heute werden weltweit die Schätzungen der Einkaufsmanagerindizes für Oktober gemeldet. Der Gesamtindex für den Euroraum erreichte zwar bereits im April seinen Höhepunkt, verharrt seitdem aber nahe dem Höhepunkt. Wir rechnen mit einem leichten Rückgang. Das hohe Wachstumstempo kommt auch der EZB zupass. Sie will auf der Ratssitzung am Donnerstag eine Reduzierung der Anleihekäufe im nächsten Jahr bekanntgeben. In Katalonien spitzt sich der Machtkampf zwischen der Regional- und Zentralregierung weiter zu. Das katalanische Parlament hat für Donnerstag eine Plenarsitzung einberufen, bei der die Unabhängigkeit ausgerufen werden könnte. Der Rentenmarkt sieht das Geschehen relativ gelassen, die Renditen spanischer Staatsanleihen und Spreads zu Bundesanleihen gingen gestern zurück.

Aktien


Anglo American, Production Report Q3
BASF, Ergebnis Q3
Novartis, Saipem, Ergebnis Q3
Vinci, Umsatz Q3
3M, AT&T, Caterpillar, Ergebnis Q3
McDonald’s, United Technologies, Ergebnis Q3

Nach einem verhaltenen Handelsstart und zwischenzeitlich deutlicheren Gewinnen konnten die europäischen Aktienbörsen zum Wochenbeginn noch leicht zulegen. Die Anleger wagten sich vor der möglicherweise richtungsweisenden Sitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag nicht allzu weit aus der Deckung. Besonders Grundstofftitel rückten dabei europaweit in den Fokus. Auch im deutschen Leitindex standen zumeist zyklische Aktien an der Spitze der Kursliste. Stärkste Einzelwerte waren die Anteilscheine von Linde (+2,3%) nachdem der Industriegasespezialist kurz vor Fristende durch eine gesenkte Mindestannahmequote und eine verlängerte Annahmefrist die Hürden für den Zusammenschluss mit dem US-Konzern Praxair gesenkt hatte. Mit Abstand stärkste Branche im EUROSTOXX 50 war der Grundstoffsektor (+1,7%), während vor allem Medientitel (-1,0%) und Bankwerte (-0,8%) unter Druck gerieten. In Spanien litt der Leitindex IBEX 35 (-0,8%) unter der erneuten Zuspitzung des Katalonien-Konflikts. An der Wall Street mussten die Indizes dem jüngsten Höhenflug Tribut zollen und tendierten alle negativ. Am schwächsten präsentierte sich dabei erneut der technologielastige Nasdaq 100. Schwächste Einzeltitel im Dow Jones waren die Aktien von General Electric (-6,3%). Diese hatten am Vortag noch schwachen Quartalszahlen und einem drastisch gesenkten Ausblick getrotzt. Jetzt sorgten aber einige Herabstufungen durch Analysehäuser für einen deutlicheren Kursverlust. Im insgesamt negativen Umfeld war der Industriesektor (-0,8%) die schwächsten Branche. In Asien entwickeln sich die Märkte heute Morgen uneinheitlich.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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Aktie: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008
Branche: Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX, ist der wichtigste Index des Frankfurter Aktienmarktes. Der Index besteht aus 30 Aktien. Der Index wurde 1988 an der deutschen Börse als maßgebliches Marktbarometer eingeführt und ist Basiswert für viele Derivate, zum Beispiel im Bereich der Zertifikate und Optionsscheine. Der Startwert des Index geht auf das Jahresende 1987 zurück und ist mit 1.000 Punkten festgesetzt worden. Die wichtigste Form der Berechnung des DAX ist die als Performanceindex, von diesem ist in der Regel in den Medien die Rede, wenn es um den DAX geht. Neben den Kursveränderungen der jeweiligen Aktien werden bei einem Performanceindex zum Beispiel auch Ausschüttungen wie die Dividende berücksichtigt. Die exakte Zusammensetzung des DAX ist immer wieder Änderungen unterworfen. Für die Aufnahme einer Aktie in den DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie der Umsatz der jeweiligen Aktie maßgeblich. Die Zusammensetzung wird alle drei Monate durch den Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse überprüft. Zudem kann es außerhalb des üblichen Turnus Änderungen geben, wenn sich eine nicht im DAX vorhandene Aktie sowohl bei der Marktkapitalisierung des Streubesitzes als auch dem Umsatz unter den Top 25 befindet – die sogenannte Fast-Entry-Regel. Unternehmen, die in den Index aufgenommen werden, müssen unter anderem im Prime Standard des Frankfurter Aktienmarktes notiert sein. Beim Streubesitz gibt es eine Mindestschwelle von 10 Prozent. Im DAX enthalten sind also die umsatzstarken Aktien großer Unternehmen. Beispiele hierfür sind Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, SAP, Siemens und Volkswagen. Ihre Gewichtung im Index ist unterschiedlich hoch und berechnet sich nach der Marktkapitalisierung des jeweiligen Unternehmens, basierend auf dem Streubesitz. Die DAX-Kurse werden während des XETRA-Handels auf Basis der Kurse der im Index enthaltenen Aktien berechnet. Vor und nach dem XETRA-Handel werden von der Deutschen Börse AG der Early DAX und der Late DAX berechnet.




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